Equal Play Day 2025: Studie & Event
Equal Play Day 2025: Es braucht mehr weibliche Vorbilder

Rund 86 % der Sport-Berichterstattung ist männlichen Sportlern vorbehalten – das zeigt unsere Equal Play Day Studie zum Jahr 2025. Rechnerisch ist der Frauensport ab 20. Februar in den Medien für den Rest des Jahres unsichtbar. Die Equal Play Initiative setzt sich dafür ein, dass alle Sportlerinnen und Sportler dieselbe Bühne bekommen. Nachwuchssportlerinnen und Jungsportler:innen mit Behinderung sollen in den Medien genauso ihre Vorbilder sehen können wie männliche Jungsportler ohne Behinderung. Eine adäquate mediale Bühne sorgt für mehr sportlichen Nachwuchs, aber auch für mehr Attraktivität für Sponsoren und somit Geld. Nachwuchs und finanzielle Mittel sind die beiden Grundlagen für eine nachhaltige Professionalisierung des österreichischen Spitzensports.

Studie: Equal Play Day 2025 am 20. Februar

Der Equal Play Day 2025 findet am 20. Februar statt. Das heißt, ab diesem Tag sind Sportlerinnen statistisch gesehen medial unsichtbar. 2024 lag der Equal Play Day noch am 1. März, was dadurch geschuldet war, dass im letztjährigen Studienzeitraum die Weltmeisterschaft im Fußball der Frauen stattfand.

 

Die Studie von Media Affairs, Anbieterin qualitativ höchstwertiger Medienmarktanalysen, umfasst Auswertungen von knapp 12.000 Bildern aus Österreichs reichweitenstärksten Printmedien und 1.550 Stunden Sportübertragung im TV.

Equal Play Studie 2025
Studie: Equal Play Day 2025 am 20. Februar

Der Equal Play Day 2025 findet am 20. Februar statt. Das heißt, ab diesem Tag sind Sportlerinnen statistisch gesehen medial unsichtbar. 2024 lag der Equal Play Day noch am 1. März, was dadurch geschuldet war, dass im letztjährigen Studienzeitraum die Weltmeisterschaft im Fußball der Frauen stattfand.

 

Die Studie von Media Affairs, Anbieterin qualitativ höchstwertiger Medienmarktanalysen, umfasst Auswertungen von knapp 12.000 Bildern aus Österreichs reichweitenstärksten Printmedien und 1.550 Stunden Sportübertragung im TV.

Equal Play Studie 2025
Simone Sill - Basketball"Bei Auswärtsspielen müssen wir oft um 12 Uhr spielen, damit das Herrenteam danach eine gute Uhrzeit bekommt, wo auch Fans in die Halle kommen. In den Nationalteams sind die Männer Vollprofis, die Frauen haben einen Job. Wir bekommen nicht die gleichen Möglichkeiten zur Vorbereitung und erzielen dementsprechend auch nicht die selben Ergebnisse. Wir brauchen mehr Menschen, besonders in hohen Positionen, die sich für Frauen einsetzen, weil sie es wirklich wollen, nicht nur, weil sie müssen – und folglich weniger investieren."
Antonia Matzka - Eishockey"Ich verdiene weder im Verein noch im Nationalteam etwas. Auch musste ich schon unzählige Male erklären, dass Frauen auch Eishockey spielen und dass wir genauso hart trainieren wie Männer. Die Meisten meinen es nicht böse, aber die Unbekanntheit und Unwissenheit lässt mich am Wert als Athletin zweifeln. Es braucht für Mädchen und Frauen von klein auf die gleichen Trainings- und Wettkampfbedingungen wie für Burschen und Männer: Keine Benachteiligung bei Eiszeiten, Zugang zu professioneller Infrastruktur und finanzielle Ressourcen. Außerdem muss der Frauensport an Anerkennung und Sichtbarkeit gewinnen."
Dorina Klinger & Ronja Klinger - Beachvolleyball"Uns wurde die Unsichtbarkeit von Frauensport erstmals so richtig bewusst, als wir starke Ergebnisse bei absoluten Eliteturnieren erzielt haben, aber so gut wie keine Medienanfragen erhalten haben – selbst 2024 als höchstgeranktes österreichisches Team. Außerdem fällt uns auf, dass die TV-Aufnahmen bei Frauen oft sehr körperbezogen sind und damit unsere Leistung oft auf unsere Körper reduziert werden. Neben mehr Raum in den Medien und gleicher Sponsorengelder für gleiche Leistungen benötigen wir in Zukunft auch eine neue Art der Berichterstattung über den Frauensport: Die starken Leistungen gehören in den Vordergrund, keine Kommentare über Aussehen oder Outfits."
Rebekka Kalaydjiev - Basketball"Nachdem nur über die Herrenpartie berichtet wurde, hat mein Großvater mehrere Zeitungen angeschrieben – aber nur eine einzige Rückmeldung erhalten. Es gebe ja nur eine bestimmte Anzahl an Seiten für Sport und es ginge sich nicht immer aus, über Damen zu berichten. Ich glaube nicht, dass Frauensport niemanden interessiert, sondern einfach als uninteressant abgestempelt wurde. Dadurch stehen auch nicht genug inspirierende weibliche Vorbilder in der Öffentlichkeit. Es braucht viel mehr Chancen für Sportlerinnen, sich öffentlich präsentieren zu können."
Conny Pripfl - American Football"Einer der prägenden Momente meiner Karriere war, als wir Spenden sammeln mussten, um zur EM fahren zu können. Im Nationalteam mussten dann viele Spielerinnen ihre eigenen Helme umlackieren lassen. Grund dafür war, dass es hauptsächlich zu große Helme gab, da die Herren häufiger ein Nationalteam stellen und die Frauen nur sehr selten. Kein Wunder, dass viele Leute überrascht sind, wenn ich ihnen erzähle, dass auch Frauen Tackle Football spielen. Wir müssen unbedingt in diesen Kreislauf auf mehr Medienpräsenz und darauf folgend mehr Sponsoren, Professionalität und Faninteresse kommen."
Equal Play auch für den Behindertensport

Die Sportberichterstattung ist nicht nur männerdominiert. Sie ist dominiert von männlichen Sportlern ohne Behinderungen. Profisportlerinnen und Profisportler mit Behinderung sind in der Sportberichterstattung fast unsichtbar. In einem Jahr ohne Paralympische Spiele liegt der Equal Play Day für den Behindertensport gar am 1. Jänner.

 

win2day setzt sich seit dem Beginn des Sportsponsoring-Programm im Jahr 2022 kompromisslos für die Gleichbehandlung von Sportlerinnen und Sportlern ohne und mit Behinderungen ein. Mit der Equal Play Day Studie 2025 wird erstmals auch der Behindertensport medial analysiert. Die Equal Play Initiative unterstützt somit auch unsere Sportler:innen mit Behinderung beim Aufbau jener Bühne, die sie verdienen.

Fashion for Equal Play

Kleidung macht bekanntlich Leute. Doch Kleidung kann so viel mehr: Sie kann auch Awareness schaffen, also auf Probleme und Lösungen innerhalb einer Gesellschaft aufmerksam machen. Die international bekannte Wiener Modemarke WHYAT hat sich dem Equal Play Day 2025 verschrieben und gemeinsam mit der Equal Play Day Initiative und win2day ein einzigartiges Fashion Piece entworfen. Die Präsentation erfolgte am großen Equal Play Day Event am 20. Februar im WHYAT Store Wien. (Foto: Conny Kreuter & Virgina Ernst, Copyright win2day/ J. Ehn)

Dass der Equal Play Event am 20. Februar stattfand, ist natürlich kein Zufall: Der 20.02. ist der Equal Play Day 2025, jener Tag, ab dem Frauensport statistisch gesehen medial unsichtbar wird. Nur 14 % der österreichischen Sportberichterstattung entfallen auf Frauen. Diese Schieflage ist Anlass und Gesprächsthema des Events.

Sichtbares Zeichen, sichtbare Menschen

Das Design des WHYAT Equal Play Day Trikots ist ein sichtbarer Ausdruck der Schieflage: Das in weiß gehaltene Shirt symbolisiert die Unsichtbarkeit des Frauensports in der medialen Berichterstattung. Das WHYAT Invisible Jersey mit weißen Schrift auf weißem Stoff soll die Unsichtbarkeit von Frauensport in der Medienberichterstattung verdeutlichen. Dazu Designer Philipp Ledl: “Obwohl Frauen dieselben Leistungen erbringen und Geschichte im Sport schreiben, bekommen sie nur einen Bruchteil der Aufmerksamkeit. Mit diesem Trikot machen wir genau das sichtbar – indem wir das Unsichtbare zeigen.”

 

Begeistert vom “Invisible Jersey” und mit dabei beim Event waren: Dancing Star Conny Kreuter, Sängerin Virginia Ernst, die Beachvolleyballerinnen Dorina und Ronja Klinger, die Tennislegenden Thomas Muster und Jürgen Melzer, Schauspielerin Julia Cencig, Motorsport-Expertin Corinna Kamper, Ski-Ass Nici Schmidhofer, die Eishockey Nationalteamspielerinnen Antonia Matzka und Charlotte Wittich, die heimische Nr. 1 im Rollstuhl-Tennis Nico Langmann, die Basketball Nationalteamspielerinnen Simone Sill und Rebekka Kalaydjiev, Football Nationalteamspielerin Conny Pripfl, Österreichs Vorzeige-Influence:innen Karin Teigl, Kerstin und Manuel Ortlechner.

zum WHYAT Store
Moderatorin, Influencerin & EPD Testimonial Constantly K (Copyright: win2day/J. Ehn)
Volles Haus im WHYAT Store Vienna (Copyright: win2day/J. Ehn)
Beachvolleyball-Stars Dorina & Ronja Klinger (Copyright: win2day/J. Ehn)
EPD-Testimonials Conny Kreuter & Virginia Ernst (Copyright: win2day/J. Ehn)
Designer Philipp Ledl & Constantly K (Copyright: win2day/J. Ehn)
Kerstin & Manuel Ortlechner (Copyright: win2day/J. Ehn)
Botschaft im Zentrum der Aufmerksamkeit (Copyright: win2day/J. Ehn)
Football-Spielern Conny Pfripfl, Eishockey-Ass Antonia Matzka, win2day Managing Director Georg Wawer, Tennisspieler Nico Langmann & die Basketball-Spielerinnen Simone Sill & Rebekka Kalaydijev (Copyright: win2day/J. Ehn)
Simone Sill, Rebekka Kalaydijev, Antonia Matzka & Conny Pripfl (Copyright: win2day/J. Ehn)
Georg Wawer, Conny Kreuter, Constantly K & Studieninitiatorin Maria Pernegger (Copyright: win2day/J. Ehn)
Georg Wawer, Dorina & Ronja Klinger & Thomas Muster (Copyright: win2day/J. Ehn)
Georg Wawer & Constantly K (Copyright: win2day/J. Ehn)
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