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Die Champions League

Die aktuellen Quoten und Wetten der Champions League:

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Die Königsklasse im Klubfußball

Die UEFA Champions League, ehemals Europapokal der Landesmeister, ist der höchste Klubwettbewerb im europäischen Fußball. Der „Landesmeisterpokal“ wurde erstmals in der Saison 1955/56 ausgespielt. Die Champions League in ihrer heutigen Form wird seit der Saison 1992/93 ausgetragen, wobei der Bewerb einige Reformen durchlebte und speziell in Bezug auf die Anzahl der teilnehmenden Teams mit der Zeit immer größer wurde. Heute spielen jedes Jahr 32 Teams in der „Königsklasse“, wobei der Name Champions League mittlerweile etwas irreführend ist, spielen doch bereits seit einiger Zeit nicht nur nationale Meister im Bewerb mit.

Die Champions League bedeutet für sämtliche teilnehmende Klubs nicht nur einen beträchtlichen Geldregen, sondern ist auch der Klubwettbewerb mit dem weltweit größten Prestige. Seit 1967 kämpfen die Teams um den Gewinn des „Henkelpotts“. Der berühmte Champions-League-Pokal hat mittlerweile auch Einzug in die Vermarktung und die Markenplatzierung des wichtigsten europäischen Klubbewerbs gefunden.

Geldregen für jeden Teilnehmer

Speziell im vergangenen Jahrzehnt wurde die Champions League zu einer wahren Geldpresse. Vor allem die TV-Rechte preschten in astronomische Höhen vor. Würde ein Verein in einer Champions League Saison (exklusive Playoff oder Qualifikation) und all seine Spiele und damit das Turnier gewinnen, könnte er sagenhafte 57,2 Millionen Euro an Prämien lukrieren. Alleine für das Erreichen der Gruppenphase bekommt jeder Verein 12,7 Millionen Euro, was kleineren Teams bereits mehr als einmal die Existenz aufrechterhielt.

Spanien vor England und Italien

Insgesamt zwölf Mannschaften gewannen die Trophäe seit dem Jahr 1956 zweimal oder öfter. Zehn weitere Teams durften den Pokal einmal in die Luft stemmen, wobei hier auch große Überraschungssieger wie Steaua Bukarest, Feyenoord Rotterdam oder Olympique Marseille dazuzählen.

Nur zehn verschiedene Nationen stellten bisher einen Champions-League-Sieger, wobei Spanien mit insgesamt 18 gewonnenen Titeln das klar erfolgreichste Land ist. Dahinter folgt England mit 14 Titeln und Italien mit 12 Siegen. Vierter ist Deutschland mit acht Erfolgen, knapp vor den Niederlanden mit sechs Erfolgen, was angesichts der Größe des Landes durchaus bemerkenswert ist.

Das Weiße Ballett obenauf

Der mit Abstand erfolgreichste Klub der Champions-League-Geschichte ist Real Madrid, das 13 Titel gewinnen konnte. Zudem sind die Madrilenen seit dem Rebranding der Champions League im Jahr 1992 das bisher einzige Team, das den Titel verteidigen konnte. Zwischen 2016 und 2018 gelang dies den Königlichen sogar zweimal hintereinander. Mit sieben gewonnenen Trophäen liegt der AC Milan in der Bestenliste auf dem zweiten Rang. Dahinter folgt der amtierende Champions-League-Sieger Bayern München, sowie der Sieger des Vorjahres, der FC Liverpool mit sechs gewonnenen Titeln.

Vier österreichische Königsteams

Seit der ersten offiziellen Austragung der Champions League im Jahr 1992 nahmen vier österreichische Klubs am Turnier teil. Sturm Graz spielte in seiner erfolgreichsten Zeit dreimal mit und schaffte sogar den Vorrundenaufstieg. Auch die Austria startete dreimal, schaffte es aber nur einmal in die Gruppenphase und scheiterte Anfang der 90er zweimal knapp am Einzug.

Der SK Rapid nahm zweimal an der Gruppenphase teil, schied aber jeweils recht deutlich aus. Austria Salzburg scheiterte knapp in der Gruppe, während sich der Nachfolgerverein Red Bull Salzburg – in Europa stets FC Salzburg genannt – nun bereits zum dritten Mal für die Champions League qualifizierte und damit einen alten Rekord des SK Sturm Graz einstellte.

Rekordspieler in der Champions League

  • Iker Casillas (177 Spiele):
    Der spanische Keeper Iker Casillas gab sein Champions-League-Debüt im Jahr 2000 und war damit eine prägende Figur der letzten zwei Jahrzehnte. Wenn Casillas seine Herzprobleme überwindet, hätte er sogar noch die Chance, seine Einsatzstatistik auszubauen.
  • Cristiano Ronaldo (176 Spiele):
  • Cristiano Ronaldo könnte in der Saison 2021/22 bereits in der Vorrunde den Einsatzrekord von Iker Casillas knacken. Dazu bräuchte er nur noch zwei Spiele für seinen neuen (und alten) Klub Manchester United.
  • Xavi (151 Spiele):
    Der spanische Spielmacher Xavi bestritt 151 Spiele für den FC Barcelona und überholte damit in den letzten Jahren Spieler wie Ryan Giggs (4.) oder Raúl (5.).

Lionel Messi beginnt die neue Champions-League-Saison – erstmals als Spieler von Paris Saint-Germain, mit 149 Einsätzen. Nach nur zwei Partien würde der argentinische Superstar also mit seinem alten Barca-Kollegen Xavi gleichziehen. Ebenfalls noch aktiv: Sergio Ramos mit 129 und Gigi Buffon mit 124 Partien, sowie Karim Benzema mit 130 Einsätzen, der damit nach Ronaldo und Messi der Aktive mit den meisten Spielen in der Königsklasse ist. Der Österreicher mit den meisten Champions League Einsätzen ist derzeit David Alaba mit 91 Spielen. Der Wiener gewann zudem als einziger Österreicher zwei Champions-League-Trophäen.

Die Rekordtorschützen

  • Cristiano Ronaldo (134 Tore):
  • Die ewige Torschützenliste der Champions League ist ein Paarlauf der beiden prägenden Fußballer des letzten Jahrzehnts. Cristiano Ronaldo gewann nicht nur mehr Titel als Messi, sondern hat auch bei den Toren die Nase vorn. Für Man United will Ronaldo also auch seine persönliche Statistik weiter ausbauen.
  • Lionel Messi (120 Tore):
  • Allerdings ist auch anzunehmen, dass Messi länger spielen wird, als Ronaldo. Beim aktuellen Rückstand von 14 Treffern, würde schon eine perfekte Saison genügen, um den Portugiesen doch noch eines Tages abzufangen, sofern er früher seine Karriere beendet. Momentan sind die beiden eher veränderungswillig, als müde.
  • Robert Lewandowksi (73 Tore):
  • Der polnische Superstar Robert Lewandowski hat in der Champions League dieselbe Torquote wie Cristiano Ronaldo. Von allen Aktiven ist diesbezüglich nur Messi eine Spur besser. Lewandowski konnte in der vergangenen Saison Raúl abfangen, der bei 71 Toren hält, seine Karriere aber bereits beendete. 

Die allermeisten Spieler auf den oberen Rängen sind Fußballer der Neuzeit. Einer der Stars von gestern, der trotz seiner wenigen Spiele weit oben rangiert, ist Real Madrids Legende Alfredo di Stefano. Dieser erzielte in nur 58 Spielen 49 Tore und ist damit einerseits Achter – nur ein Tor vor Zlatan Ibrahimovic – und zudem der Spieler mit dem besten Torschnitt aller Top-10-Spieler. Auf den weiteren Plätzen weisen nur Ferenc Puskas (17.) und Gerd Müller (20.) einen besseren Schnitt pro Spiel auf. Der aktuelle Führende der Torwertung, Cristiano Ronaldo, weist zudem einen weiteren beeindruckenden Rekord auf: Er wurde in der Königsklasse unglaubliche siebenmal Torschützenkönig.

Die höchsten Siege

  • Dinamo Bukarest 11:0 Crusaders FC (1973):
    Der höchste Sieg aller Champions-League-Spiele der Geschichte inklusive Vorausscheidungsrunden gelang Dinamo Bukarest in der 1. Runde des Turniers im Jahr 1973. Damals hatte der nordirische Meister Crusaders nicht den Hauch einer Chance.
  • Liverpool 8:0 Malmö (2007) / Real Madrid 8:0 Malmö (2015):
    Den jeweils höchsten Sieg in der modernen Champions-League-Gruppenphase teilen sich der FC Liverpool und Real Madrid. Im Unterschied zu Liverpool 2007 gewann Real 2015 aber später auch das Turnier.
  • Real Madrid 7:3 Eintracht Frankfurt (Finale 1960):
    Der höchste Sieg in einem Finale und zugleich das torreichste Finale lieferten sich die Königlichen im Jahr 1960 mit Eintracht Frankfurt. Ferenc Puskas traf 4-mal, Alfredo di Stefano 3-mal.

Das Spiel mit den meisten Toren der Champions-League-Geschichte fand in der Saison 1969/70 statt. Damals bezwang Feyenoord Rotterdam den isländischen Meister KR Reykjavik in einer Vorausscheidungsrunde (vergleichbar mit der heutigen Champions League Qualifikation) mit 12:2. Das torreichste Spiel der Neuzeit liegt noch nicht allzu lange zurück: Im Jahr 2016 gewann Borussia Dortmund eine spektakuläre Partie gegen Legia Warschau in der Gruppenphase mit 8:4.

Die schnellsten Torschützen

CL Rekordtore
  • Roy Makaay (10,03 Sek., 2007):
    Als Roy Makaay im Achtelfinale 2007 das 1:0 für den FC Bayern München gegen Real Madrid erzielte, war die Uhr gerade über die zehnte Sekunde gesprungen.
  • Jonas Goncalves Oliveira (10,96 Sek., 2011):
    Eine Entscheidung wie beim Skifahren: Jonas Goncalves Oliveiras Treffer für den FC Valencia gegen Bayer 04 Leverkusen fiel nur 93/100 Sekunden später als der von Makaay vier Jahre zuvor.
  • Gilberto Silva (20,07 Sek., 2002):
    Als Gilberto Silva Arsenal im Jahr 2002 in der Gruppenphase gegen PSV Eindhoven in Führung brachte, zeigte die Uhr knapp 20 Sekunden an. Del Piero war fünf Jahre zuvor nur fünf Hundertstel langsamer.

In den Top 10 dieser Statistik gibt es auch mehrere Österreich-Bezüge: Auf Platz 7 liegt David Alaba, der im Viertelfinale der Saison 2012/13 nach nur 25,02 Sekunden gegen Juventus Turin traf. Direkt dahinter liegt ein Rapidler: Marek Kincl traf 2005 beim Gruppenspiel in Brügge nach 25,20 Sekunden. Später erzielte Steffen Hofmann sogar ein Kopfballtor, Rapid unterlag dennoch mit 2:3.

Die ewige Tabelle

*Stand 14.09.2021

Platz Team Sp S U N T GT Pt Titel  
1. Real Madrid 451 268 79 104 992 494 883 13  
2. FC Bayern München 362 214 73 75 751 360 715 6  
3. FC Barcelona 327 193 74 60 653 322 653 5  
4. Manchester United 285 157 66 62 521 274 537 3  
5. Juventus Turin 287 147 69 71 459 278 510 2  
6. AC Milan 249 125 64 60 416 231 439 7  
7. FC Liverpool 227 127 49 51 423 202 430 6  
8. FC Porto 255 116 58 81 379 285 406 2  
9. Benfica Lissabon 259 114 59 86 417 301 401 2  
10. Ajax Amsterdam 233 104 63 66 363 258 375 4  

Eine aussagekräftige ewige Tabelle des Europapokals der Landesmeister und der UEFA Champions League anzufertigen ist nicht einfach, da sich der Modus des Bewerbs im Laufe der Jahrzehnte massiv veränderte. Heutzutage gibt es deutlich mehr Spiele und damit auch mehr Möglichkeiten zu punkten. So lässt es sich beispielsweise erklären, dass ein vierfacher Sieger wie Ajax Amsterdam in der ewigen Tabelle nur Zehnter ist, oder ein dreifacher Sieger wie Inter Mailand nur auf Platz 15 rangiert.

Dafür liegen regelmäßige Gäste in der Gruppenphase weit oben, obwohl sie in der Königsklasse noch nie etwas Relevantes gewannen. Dies trifft etwa auf Dynamo Kiev (12.), den RSC Anderlecht (16.) oder Olympique Lyon (21.) zu. Der amtierende Champions-League-Sieger Chelsea liegt in der ewigen Tabelle auf Rang 14 und konnte sich bei nur 17 Teilnahmen dreimal fürs Finale qualifizieren, von denen man auch noch zwei gewann.

Der beste österreichische Klub in der ewigen Tabelle der Champions League ist der SK Rapid, der aktuell den 53. Rang belegt. Die Hütteldorfer waren seit der Gründung des Europapokals der Landesmeister im Jahr 1955 ganze 16-mal dabei und haben sogar ein leicht positives Torverhältnis von +9. Nur sieben Plätze dahinter, auf Rang 54 folgt der FC Salzburg (inklusive Austria Salzburg), auf Rang 61 die Wiener Austria, auf Rang 92 der in der Neuzeit erfolgreichste ÖFB-Klub Sturm Graz und auf Rang 135 Wacker Innsbruck (inklusive Vorgänger- und Nachfolgervereinen).

Kurioses & Einzigartiges

In der Geschichte der Champions League kam es zu unzähligen Kuriositäten. Wir berichten in diesem weiterführenden Artikel unter anderem über Entscheidungen per Münzwurf, die besten Elfmeterschützen, den meisten Fünferpacks und über Österreicher im Halbfinale. Viel Spaß!