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Die Nations League

Nations League: Lückenfüller mit Potenzial

Freundschaftsspiele waren der UEFA, dem europäischen Fußballverband, schon lange ein Dorn im Auge. Die Idee, einen regelmäßig stattfindenen Ligabewerb statt der Testspiele zu veranstalten, wurde schließlich im Jahr 2014 beschlossen. Die Nations League sollte stets zwischen Europameisterschaften und Weltmeisterschaft (und umgekehrt) stattfinden, die jeweiligen Qualifikationen zeitlich massiv beschneiden und ein Hintertürchen zu den großen Bewerben bieten. Zudem sollte ein zweiter innereuropäischer Bewerb die Kassen klingeln lassen.

Komplexer Modus

Der Modus sorgte bei Teams und Medien zu Beginn für Kopfschütteln. Die 55 europäischen Nationalteams werden in vier Ligen unterteilt. In Liga A befinden sich die 16 höchstgereiten Teams, die jeweils nächsten 16 Teams in den Ligen B und C. Gerade einmal die sieben schwächsten Mannschaften bleiben für Liga D übrig.

Die Nations League findet im 2-Jahres-Takt statt. Die Gruppenphase wird dabei im 2. Halbjahr jedes geraden Jahres augespielt. Die jeweiligen Ligen werden in 4 Gruppen (Liga A, B und C) sowie 2 Gruppen in Liga D gelost. Im klassischen Round-Robin-Format trifft jede Mannschaft einmal zuhause und einmal aufwärts auf jeden Gruppengegner. Jeder Gruppenerste darf in der nächsten Nations League in der nächst höheren Liga antreten, jeder Gruppenletzte rutscht eine Division nach unten.

Die vier Gruppensieger der ersten Liga spielen im Folgejahr (regulär im Juni) den Gesamtsieger der Nations League im Rahmen eines Finalturniers aus. Nach Halbfinale und Finale konnte sich Portugal beim Heimturnier im Jahr 2019 den ersten Nations-League-Titel gegen die Niederlande sichern. England besiegte im Spiel um Platz 3 die Schweiz.

Die Attraktivität der Nations League wird vor allem durch die Chance auf ein EM- bzw. WM-Ticket gesteigert. Alle Teams, die sich nicht über die reguläre Qualifikation einen Platz im großen Turnier sichern, können sich über eine gute Platzierung in ihrer jeweiligen Nations-League-Gruppe doch noch zum Großbewerb katapultieren. So gab es zur EURO 2020 ein eigenes Playoff, basierend rein auf den Nations-League-Platzierungen. Je ein EM-Platz pro Liga wurde ausgespielt, somit kann mit Nordmazedonien sogar ein Team aus der untersten Liga an der Europameisterschaft teilnehmen. Im Rahmen der Qualifikation zur WM 2022 werden zwei Teams mit starker Nations-League-Performance zu den Gruppenzweiten der eigentlichen Quali ins Playoff gelost.

Österreich am Weg in die Topliga

Zum Debüt der Nations League in der Saison 2018-19 verpasste die Österreichische Nationmannschaft in der Erstreihung die Liga A nur hauchdünn. Als topgesetztes Team der Liga B ging das Team von Franco Foda gegen Bosnien-Herzegowina und Nordirland als Favorit ins Rennen um den Aufstieg. Eine Niederlage und ein Unentschieden gegen die Bosnier waren zur Premiere der Nations League aber eindeutig zu wenig.

In der Nations League Saison 2020-21 ging Österreich erneut als topgesetztes Team in die Duelle mit Norwegen, Rumänien und Nordirland. Mit vier Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage qualifizierte sich die Nationalelf erstmals für die höchste Liga innerhalb des Bewerbs und hat somit die Chance, auf die Riesen des Fußballkontinentes zu treffen.

Spannende Wetten

Für Wettprofis ist die Nations League besonders reizvoll, treffen schließlich zumeist ähnlich starke Nationalmannschaften aufeinander. Analysen der Stärken und Schwächen einzelner Teams können hier zum Erfolg führen, ebenso wie ein besonderes Augenmerkt auf Heim- und Auswärtsstärken. Enge Spielverläufe bieten zudem spannende Chancen bei Livewetten und Kombiwetten. Im Rahmen des Finalturniers kommen wieder die Stärken klassischer Turniermannschaften zu tragen.