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Der ÖFB-Cup

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Abkürzung nach Europa

Der offiziell erstmalig im Jahr 1919 ausgetragene ÖFB-Cup ist der Pokalbewerb des österreichischen Fußballs. Der Sieger darf sich nicht nur eine prestigeträchtige Trophäe in die Vitrine stellen, sondern qualifiziert sich zudem für die Europa League. Nicht zuletzt deshalb wird der Cup auch immer wieder als „leichtester Weg nach Europa“ bezeichnet, weil man für gewöhnlich nur sechs Spiele im K.O.-Modus gewinnen muss, um den Pokal zu gewinnen. Bei einem Unentschieden gibt es, wie in den meisten Pokalbewerben, eine Verlängerung und notfalls ein Elfmeterschießen.

Wiener Dominanz

Der deutliche Rekordsieger des ÖFB-Cup ist der FK Austria Wien, der den Bewerb stolze 27-mal nach Wien-Favoriten holte. Den bisher letzten Gewinn des Cups feierten die Violetten im Jahr 2009. Insgesamt 15 Trophäen holte der SK Rapid Wien, den allerdings eher eine Hassliebe mit dem ÖFB-Cup verbindet. Die Grün-Weißen holten den Pokal letztmalig im Jahr 1995 und seitdem gelang es Rapid trotz mehrmaliger Finalteilnahmen nie wieder siegreich zu sein. Dritter in der Bestenliste sind gleichauf Red Bull Salzburg und der FC Wacker Innsbruck mit je sieben Titeln, gefolgt von der Admira mit sechs Titeln.

Sensationen und Aufstände der Kleinen

Der Cup ist immer wieder Bühne für große Sensationen. Da in diesem Bewerb Profimannschaften auf Amateurteams aufeinandertreffen und so manche Hobby- oder Amateursportler zum „Spiel ihres Lebens“ kommen, gibt es immer wieder hitzige Duelle, die auch gerne Cup-Fights bzw. Cup-Krimis genannt werden. Die letzte handfeste Sensation gab es in der Saison 2012/13, als der FC Pasching am Weg ins Finale die Bundesliga-Teams SK Rapid Wien und Red Bull Salzburg ausschaltete und im Endspiel gegen die Austria siegreich blieb. In der jüngeren Vergangenheit waren zudem die Titel der SV Ried in den Jahren 2011 und 1998 als Sensationen zu werten.

Eine der größten Cup-Sensationen fand in der Saison 1990/91 statt, als der SV Stockerau im Finale den hohen Favoriten Rapid mit 2:1 besiegte. In eine ähnliche Kategorie fällt der Finaltriumph des Kremser SC über Innsbruck im Jahr 1988. In den darauffolgenden Jahren schrammten immer wieder andere Zweitligisten an der großen Überraschung vorbei: DSV Leoben, die Vienna, sowie zweimal Austria Lustenau standen im Finale, mussten sich aber dem jeweiligen Favoriten geschlagen geben. Zuletzt war der Cup aber wieder eine Sache für die ganz Großen: In den letzten sieben Saisonen holte Red Bull Salzburg sechsmal den Titel und stellte mit vier Siegen in Serie zwischen 2013 und 2017 einen neuen Rekord auf. Dadurch ist auch ein aktueller Salzburg-Spieler Rekordsieger im ÖFB-Cup: Andreas Ulmer stemmte den Pokal gleich achtmal in die Luft.

Kurioses und Besonderes

Um die Profispieler vor der erstmaligen Teilnahme des Nationalteams bei einer Europameisterschaft 2008 zu entlasten, wurde in diesem Jahr kein regulärer Cup ausgetragen. Stattdessen fand der ÖFB-Amateur-Cup statt, an dem nur Amateurmannschaften teilnehmen durften. Im „cup-losen Jahr“ holte schließlich der SV Horn mit einem Finalsieg über den SV Feldkirchen den Titel.

Zwischen 1971 und 1989 wurde das Cupfinale mit Hin- und Rückspiel ausgetragen, auch um den Flair des bevorstehenden Europapokals zu verkörpern. Die Ausnahme stellten dabei zwei Cup-Endspiele zwischen Rapid und der Austria in den Jahren 1985 und 1986 dar. Diese wurden im damals noch recht neuen Gerhard-Hanappi-Stadion ausgetragen. Beide Teams gewannen je einmal.

Der Vorgänger des Cups war der so genannte Challenge-Cup, der in grauer Fußballvorzeit ausgetragen wurde. Die Titel werden heutzutage nicht mehr als solche anerkannt. Wäre dem doch so, so dürfte sich der ungarische Hauptstadtklub Ferencvaros Budapest „österreichischer Cup-Sieger“ nennen. Die Grün-Weißen gewannen den Cup-Vorläufer im Jahr 1909.

Die Rekordspieler des ÖFB-Cups

  • Leo Lainer (75 Spiele):
    Leo Lainer, Vater von Gladbach-Legionär Stefan Lainer, absolvierte seine 75 Cup-Partien für Salzburg, Rapid und Wacker Innsbruck.
  • Friedl Koncilia (72 Spiele):
    Torhüter-Legende Friedl Koncilia wurde mit der Austria 3-mal Cupsieger, gewann aber vorher bereits drei Titel mit Wacker Innsbruck.
  • Heribert Weber (71 Spiele):
    Der Rapid-Ehrenkapitän Heribert Weber bestritt 71 Cuppartien für Rapid, Salzburg und Sturm. Siegreich blieb der Klasseverteidiger insgesamt viermal.

Auf den folgenden Plätzen finden sich zahlreiche österreichische Fußballerlegenden wie Robert Sara, Erich Obermayer, Hans Krankl, Herbert Prohaska oder Toni Polster wieder. Sara ist mit 68 Spielen für die Wiener Austria auch der Spieler, der die meisten Cup-Partien für einen einzelnen Klub bestritt. Der aktive Spieler mit den meisten Cupeinsätzen ist Rekordsieger Andreas Ulmer, der bisher in 48 Spielen auf dem Platz stand und damit in der ewigen Einsatzliste auf Platz 20 rangiert. Der Nächste in dieser Kategorie ist Rapids Mario Sonnleitner mit 42 Partien.

Die Rekordtorschützen

  • Hans Krankl (50 Tore):
    15-mal nahm der „Goleador“ am ÖFB-Cup teil und mit 50 Toren ist er der alleinige und deutliche Rekordhalter in der Kategorie der besten Torschützen. Für seine 50 Treffer benötigte der einstige Weltstar nur 56 Spiele.
  • Peter Pacult (39 Tore):
    Peter Pacult spielte für vier verschiedene Klubs im Cup und erzielte in 49 Spielen 39 Tore. Der Stürmer und spätere Rapid-Meistertrainer holte die Trophäe allerdings nur zweimal.
  • Toni Polster & Hans Buzek (je 33 Tore):
    Toni Polster und Hans Buzek teilen sich mit 33 Toren den dritten Rang. Polster erzielte seine 33 Treffer allerdings in nur 28 Cuppartien, weil er ins Ausland wechselte. Buzek, zweifacher Cupsieger mit der Austria, spielte 36 Partien.

Der treffsicherste Legionär der ÖFB-Cup-Geschichte ist der einstige Salzburg-Topmann Jonathan Soriano, der in 22 Spielen 29 Tore erzielte und damit in der Bestenliste auf Rang 5 liegt. Der nächstbeste Legionär ist Hamdi Salihi mit 20 Treffern. Der beste Cup-Torschütze, der auch heute noch in Österreich aktiv ist, ist René Gartler mit 24 Toren. Allerdings steht er aktuell beim FC Juniors OÖ unter Vertrag, der als „quasi zweite Mannschaft“ des LASK nicht am Pokal teilnehmen darf.

Cup der hohen Siege

Speziell weil die Qualitätsunterschiede zwischen den Teams häufig eklatant hoch sind, gibt es im Cup immer wieder wahre Torfestivals. Den höchsten Sieg der Cup-Geschichte fuhr die Austria im Jahr 1983 ein, als man Bruck/Leitha mit 16:0 vom eigenen Sportplatz schoss. Insgesamt gab es in der Geschichte des Bewerbs 22 zweistellige Ergebnisse. Aufgrund des K.O.-Charakters und der Notwendigkeit zu treffen, gibt es im ÖFB-Cup immer wieder den einen oder anderen offenen Schlagabtausch zu bestaunen, der so richtig zum Wetten auf zahlreiche Treffer einlädt.