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Die österreichische
Fußball-Bundesliga

Oesterreichische Bundesliga

Von der Nationalliga zur 12er-Liga

Die Bundesliga ist die höchste Spielklasse im österreichischen Fußball. Ausgetragen wird die heimische Liga seit dem Jahr 1911 und seitdem durchlief die Liga einige Veränderungen. Anfangs wurde die Spielklasse vom Niederösterreichischen Fußballverband getragen, später vom Wiener Fußballverband.

Zu Beginn wirkten ausschließlich Wiener Teams am Bewerb mit, erst in den späten 1930er-Jahren, als die Liga in „Nationalliga“ umbenannt wurde, kamen einige Teams aus den Bundesländern dazu.

Nur Rapid von Beginn an dabei

Die einzige Mannschaft, die von Beginn an mit dabei ist, ist der SK Rapid. Die Hütteldorfer spielen unverändert in Österreichs höchster Spielklasse und gewannen unter anderem die Erstauflage der Liga in der Saison 1911/12. Auch der Lokalrivale aus Wien-Favoriten, die Wiener Austria, ist de facto von Beginn an mit dabei, allerdings spielte man anfangs noch nicht als FK Austria Wien, sondern als Wiener Amateur SV – kurz „Amateure“ – mit. Erst Mitte der 1920er-Jahre wurde aus den „Amateuren“ die Austria in ihrer heutigen Form.

Nur wenige durchgängige Teilnehmer

Neben Rapid und der Austria gibt es nur zwei Mannschaften, die bereits seit mehreren Jahrzehnten durchgängig an der Bundesliga teilnehmen: Sturm Graz ist seit 1966 ununterbrochen dabei, Salzburg seit 1989, wobei diese bis 2005 als SV Austria Salzburg teilnahmen und später als Red Bull Salzburg auftraten. Die anderen acht Teams, die aktuell in der österreichischen Bundesliga spielen, sind allesamt erst seit maximal neun Jahren durchgängig erstklassig. Alle acht waren demnach im vergangenen Jahrzehnt mindestens einmal zweitklassig.

Weniger Meister aus den Bundesländern

Wenn man die verschiedenen Ausformungen der Teams (also zum Beispiel SV Austria Salzburg und Red Bull Salzburg oder den Wiener Amateur SV und den FK Austria Wien) zusammenfasst, so zählt man insgesamt 15 verschiedene Meister – acht davon sind Wiener Klubs, wobei die Admira, die ihre größten Erfolge als SK Admira Wien feierte, mit Abstrichen die Nummer 9 ist. Der erste Nicht-Wiener-Verein, der österreichischer Fußballmeister wurde, war der LASK in der Saison 1964/65.

Später gab es vor allem längere Vorherrschaften von Wacker Innsbruck, sowie aktuell von Red Bull Salzburg, insgesamt gehen aber nur 28 Meistertitel auf das Konto der Bundesländerklubs. Führend sind hier mittlerweile die Salzburger, die in der Red-Bull-Ära zehn Titel holten und zuvor als Austria Salzburg drei weitere.

Die ewige Tabelle

*Stand 01.01.2020

Platz Team Sp S U N T GT Pt  
1. SK Rapid 3.019 1.761 661 687 7.142 3.871 4.420  
2. FK Austria Wien 3.019 1.557 628 834 6.324 4.081 4.127  
3. Admira Wacker Mödling 2.588 991 614 983 4.521 4.391 2.760  
4. FC Red Bull Salzburg 1.848 806 451 591 2.994 2.434 2.515  
5. SK Sturm Graz 2.054 789 506 759 2.973 2.991 2.471  
6. FC Wacker Innsbruck 1.520 672 389 459 2.416 1.838 1.943  
7. Wiener Sport-Club 1.871 755 415 701 3.562 3.347 1.925  
8. First Vienna FC 1.672 729 354 589 3.403 2.850 1.812  
9. Grazer AK 1.546 572 406 568 2.196 2.321 1.736  
10. Linzer ASK 1.546 567 379 600 2.235 2.418 1.672  

Auch in der ewigen Tabelle sind die verschiedenen Ausformungen der Teams zusammengefasst. Beispielsweise sind hier bei Platz 4 die Ergebnisse des SV Austria Salzburg und von Red Bull Salzburg zusammengefasst. Zum Stand Dezember 2019 liegt der SK Rapid fast 200 Punkte vor der Wiener Austria und auf dem dritten Platz folgt – mit Respektabstand – die Admira. Unter den Top 8 liegen derzeit vier Wiener Klubs, die Vereine aus den Bundesländern haben aber merklich aufgeholt. Zudem findet man in den Top 10 sechs aktuelle Bundesligisten, also die halbe aktuelle Liga.

Die Rekordspieler der Bundesliga

  • Robert Sara (584 Spiele):
    Der neunfache Meister Robert Sara hält nach wie vor den Rekord für die meisten Spiele – die meisten absolvierte er für die Wiener Austria, aber auch für den FavAC kam der Abwehrspieler zum Einsatz.
  • Heribert Weber (580 Spiele):
    Rapid-Ehrenkapitän Heribert Weber liegt nur vier Spiele hinter Sara, allerdings kam Weber für mehrere Klubs zum Einsatz: Neben Rapid waren dies Sturm Graz und Austria Salzburg.
  • Michael Baur (566 Spiele):
    Auch auf Platz drei liegt mit Michael Bauer ein Defensivspieler. Er bestritt seine 566 Spiele für Wacker Innsbruck, Pasching und den LASK.

Der erste Torhüter in der ewigen Einsatzliste ist Friedl Koncilia auf Platz 5 mit 525 Spielen. Der Offensivakteur mit den meisten Bundesliga-Spielen ist Didi Ramusch, der für Austria Klagenfurt, St.Pölten, den LASK und den GAK insgesamt 514 Spiele absolvierte und damit 8. in der ewigen Einsatzliste ist. Auf Platz 11 folgt mit Christian Mayrleb (494 Spiele) der erste Stürmer.

Die Rekordtorschützen

Seit 1911:

  • Robert Dienst (323 Tore):
    Die ewige Torschützenliste ist fest in grün-weißer Hand. Robert Dienst traf in nur 351 Spielen unglaubliche 323-mal. Der Name „Torjäger vom Dienst“ erhält so eine wörtliche Bedeutung.
  • Hans Krankl (320 Tore):
    Der „Goleador“ brauchte für seine 320 Treffer 427 Bundesliga-Spiele. Hätte Hans Krankl sein Barcelona-Intermezzo nicht gehabt, wäre er wohl vor Dienst gelandet.
  • Franz Binder (298 Tore):
    Bei Franz „Bimbo“ Binder sind in seinen 298 Treffern auch 26 Tore in 17 Partien der deutschen Fußball-Meisterschaft eingerechnet, die in den Kriegsjahren von 1939 bis 1944 stattfand.

Seit 1974:

  • Hans Krankl (270 Tore):
    Eine Torschützenliste ohne Hans Krankl an der Spitze ist praktisch undenkbar. Zählt man die Treffer ab der Gründung der Bundesliga in ihrer heutigen Form, so liegt der Goalgetter deutlich voran.
  • Ivica Vastic (187 Tore):
    In 441 Spielen erzielte Ivica Vastic 187 Tore, was ihn speziell in Graz zur Legende macht. Die beiden Meistertitel des SK Sturm unter Ivica Osim wurden maßgeblich vom Kreativspieler getragen.
  • Peter Pacult (187 Tore):
    Sowohl Rapid als auch Austria: Peter Pacult nimmt nicht nur ex aequo mit Vastic den zweiten Platz, sondern auch eine pikante Sonderrolle ein.

Die höchsten Siege

  • Austria Wien 21:0 LASK (1941):
    Ein Resultat zum Träumen: Im Jänner 1941 gelang der Wiener Austria beim Heimspiel gegen den LASK alle 4,3 Minuten ein Treffer, was zum höchsten Sieg der Bundesliga-Geschichte avancierte.
  • Vienna 18:0 Ostbahn XI (1945):
    Acht Treffer von Karl Decker machten den 18:0-Sieg der damals enorm starken Vienna über Ostbahn XI erst so richtig legendär!
  • Wiener AC 15:0 1. Simmeringer SC (1915):
    Knapp drei Jahre nachdem der Wiener AC den Vienna Cricket FC mit 14:0 vom Platz schoss, legte man im Heimspiel gegen die hilflosen Simmeringer sogar noch einen Treffer drauf.

Vergangene Begeisterung

  • Austria Wien vs. LASK (1962, 73.826 Zuschauer):
    An einem heißen AugustTag im Jahr 1962 kam es im Wiener Prater zu einem besonderen Double-Feature: Zuerst besiegte die Wiener Austria den LASK vor fast 74.000 Fans mit 4:1 …
  • Wiener Sportclub vs. SK Rapid 1:0 (1962, 73.826 Zuschauer):
    … und danach verlor Rapid vor ebenso vielen zahlenden Besuchern gegen den Wiener Sportclub. Es war ein ausgedehnter Fußballtag, wie es ihn heute nicht mehr geben könnte.
  • SK Rapid vs. Austria Wien (1961, 64.000 Zuschauer):
    Nur ein Jahr zuvor waren 64.000 Zuseher zum Wiener Derby im September gepilgert. Rudi Flögel brachte Rapid zwar in Führung, aber Nemec und Geyer sorgten für einen violetten Derbysieg.

Den höchsten Sieg der „Fußball-Neuzeit“ feierte Rapid im Jahr 1977, als man den GAK gnadenlos mit 11:1 vom Platz schoss. In den 50er-Jahren gab es nur sechs Spiele, die noch höher ausfielen, übrigens auch dreimal mit Rapid-Beteiligung. Das 21:0 der Wiener Austria über den LASK ist auch das Spiel mit den meisten Treffern der österreichischen Bundesliga-Geschichte.

Die teuersten Transfers

Verkäufe

MEHR INFOS
  • Naby Keita (€ 29,8 Mio.):
    Mittlerweile ist der guineische Mittelfeldspieler Naby Keita nach Liverpool weitergezogen, seine knapp 30 Millionen Euro Ablöse sind in Österreich weiterhin unerreicht.
  • Sadio Mané (€ 23 Mio.):
    Von Salzburg in die große Fußballwelt. Sadio Mané zählt heute zu den besten Fußballern unserer Zeit, einst wechselte er um 23 Millionen von Salzburg zu den „Saints“.
  • Erling Braut Haaland (€ 20 Mio.):
    Der Transfer von Haaland zum BVB barg in der Bundesliga-Geschichte definitiv das größte Gesamtvolumen in sich, hier ist sogar von neunstelligen Summen die Rede.

Insgesamt 17 Spieler der Bundesliga-Geschichte wurden um zehn Millionen Euro oder mehr verkauft. All diese Spieler wurden seit dem Jahr 2014 von Red Bull Salzburg verkauft. Auf Rang 18 liegt mit Maximilian Wöber, der um etwa 8 Millionen Euro zu Ajax Amsterdam wechselte der erste Rapid-Spieler. Der erste Austrianer ist Omer Damari auf Rang 23, nachdem er um 7 Millionen Euro nach Leipzig wechselte. Der teuerste Bundesliga-Spieler des vergangenen Jahrtausends war Mario Haas: Er wechselte im Sommer 1999 um umgerechnet 3,1 Millionen Euro nach Strasbourg.

Einkäufe

MEHR INFOS
  • Maximilian Wöber (€ 10,5 Mio.):
    Im Sommer 2019 holte Red Bull Salzburg den Ex-Rapidler Maximilian Wöber um 10,5 Millionen Euro aus Sevilla. Zuvor kickte der Innenverteidiger auch bei Ajax Amsterdam.
  • Joaquín Boghossian (€ 6,9 Mio.):
    Der uruguayische Stürmer Joaquín Boghossian war einer der größten Transferflops der Mozartstädter. Der 6,9-Millionen-Mann erzielte nur zwei Tore für die „Roten Bullen“.
  • Erling Braut Haaland (€ 5 Mio.):
    Kristensen, Haaland und Dabbur, sie alle kosteten die Salzburger je 5 Millionen Euro. Beim Haaland-Transfer floss jedoch noch etwas mehr an Provisionen und Handgeldern.

Die sieben teuersten Spielerkäufe der Bundesliga-Geschichte wurden allesamt von Red Bull Salzburg getätigt. Auf Rang 7 liegt mit Andreas Ivanschitz, der um vier Millionen von Rapid nach Salzburg übersiedelte, der teuerste bundesligainterne Transfer. 8. ist Sturms Charles Amoah, der einst um 50 Millionen Schilling zu Sturm Graz wechselte. In den Top 20 finden sich 17 Einkäufe der „Roten Bullen“ und drei Einkäufe des SK Sturm Graz in der Kartnig-Ära (Amoah, Fleurquin und Rojas).