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Die spanische Primera División

Englische Premier League

Europas stärkste Liga

Die Primera División ist die höchste Spielklasse des spanischen Fußballs. In den letzten Jahren etablierte sich  auch der Name „La Liga“, wobei der offizielle Sponsorenname der Liga „LaLiga Santander“ ist. Gemessen an der UEFA-Fünfjahreswertung ist die spanische Liga die Topliga im europäischen Fußball. Dominiert wird der Bewerb traditionell von Real Madrid und dem FC Barcelona.

Wie die meisten Topligen ist auch die Primera División eine traditionell große Liga. Seit 1997 besteht sie aus 20 Teams, nachdem zuvor sogar 22 Mannschaften in Spaniens Topklasse spielten. Das war aber nicht immer so: Als die Liga im Jahr 1929 erstmalig ausgetragen wurde, spielten nur zehn Teams mit. Einige der Gründungsmitglieder spielen auch heute noch eine gewichtige Rolle: So etwa Real Madrid und der FC Barcelona, aber auch Atlético Madrid, Real Sociedad und Athletic Bilbao. Erster Meister Spaniens wurde standesgemäß der FC Barcelona, der allerdings nicht Rekordchampion ist.

Das ewige Duell Real gegen Barca

Mit 33 Titeln ist Real Madrid das erfolgreichste Team im spanischen Klubfußball. Der FC Barcelona folgt mit 26 Titeln und hat auf dem Weg zum spanischen Rekordmeister demnach noch einen steinigen Weg vor sich. Auf den weiteren Plätzen folgen Atlético Madrid mit zehn Pokalen, Athletic Bilbao mit acht und der FC Valencia mit sechs. Ansonsten konnte nur noch Real Sociedad zweimal Meister werden und Deportivo La Coruña und die beiden Klubs aus Sevilla feierten je einen Titel.

Mit insgesamt nur neun verschiedenen Meistern liegt Spanien damit unter dem Schnitt der großen Ligen. Insgesamt nahmen in der Geschichte der Primera División 61 Mannschaften an der höchsten Spielklasse dabei, wobei nur die beiden Topteams und Athletic Bilbao noch nie den Gang in die zweite Spielklasse antreten mussten.

Infrastruktur weiterhin ausbaufähig

Im Vergleich zu anderen Topligen ist der Zuschauerschnitt in der spanischen Liga relativ gering und bewegt sich über eine volle Saison etwa zwischen 25.000 und 30.000. Den höchsten Zuschauerschnitt hat zumeist der FC Barcelona, wobei dieser saisonbedingt auch von Real Madrid abgelöst wird. Allerdings gibt es auch zahlreiche Vereine, die weiterhin über mangelhafte Infrastruktur verfügen: Bei Eibar passen etwa nur 7.000 Zuschauer ins Stadion, bei Deportivo Alavés nicht ganz 20.000. Das größte Stadion ist das Camp Nou zu Barcelona mit einem Fassungsvermögen von 99.354 Zusehern.

Die ewige Tabelle

*Stand 01.01.2020

Platz Team Sp S U N T GT Pt  
1. Real Madrid 2.838 1.690 567 581 6.103 3.230 5.637  
2. FC Barcelona 2.838 1.647 578 625 6.089 3.179 5.483  
3. Atlético Madrid 2.690 1.286 618 786 4.647 3.350 4.476  
4. Athletic Bilbao 2.838 1.232 660 946 4.713 3.794 4.356  
5. FC Valencia 2.740 1.224 639 877 4.513 3.541 4.311  
6. FC Sevilla 2.484 1.024 546 914 3.791 3.478 3.618  
7. Espanyol Barcelona 2.702 976 626 1.100 3.693 3.976 3.554  
8. Real Sociedad 2.378 891 595 892 3.339 3.335 3.268  
9. Real Saragossa 1.986 698 522 766 2.683 2.847 2.616  
10. Betis Sevilla 1.804 637 455 715 2.266 2.604 2.365  

Die ewige Tabelle wird zwar von Real Madrid angeführt, allerdings mit einer Besonderheit: Barcelona liegt relativ deutlich hinter den Königlichen auf Rang 2, allerdings mit der besseren Tordifferenz. Die dritte Mannschaft, die schon von Beginn an dabei ist, liegt auf Rang 4, wobei der 5. Valencia relativ betrachtet etwas besser abschneidet als Athletic Bilbao.

Neun der zehn Top-10-Teams spielen auch heute in der Primera División, die Ausnahme ist der 9. Real Saragossa, der aktuell nur zweitklassig ist. Betrachtet man die gesamte ewige Tabelle der spanischen Meisterschaft, so findet man am meisten Teams aus Andalusien: Mit elf Mannschaften und nur zwei Meistertiteln ist man allerdings auf lange Sicht deutlich erfolgloser als der Verfolger aus Katalonien, der acht Teams stellte und 26 Titel feierte.

Rekordspieler in der Primera División

  • Andoni Zubizarreta (622 Spiele):
    Die Torhüter-Legende Andoni Zubizarreta wird wohl noch für längere Zeit Rekordspieler in La Liga sein. Der 126-fache Nationaltorhüter spielte für Athletic Bilbao, den FC Barcelona und den FC Valencia.
  • Raúl (550 Spiele):
    Hätte Raúl González Blanco Real Madrid im Jahr 2010 nicht verlassen, hätte er wohl eine realistische Chance gehabt, Zubizarreta zu verdrängen. So bringt es der Angreifer aber „nur“ auf 550 Spiele, in denen er 228-mal traf.
  • Eusebio (543 Spiele):
    Der Dritte im Bunde ist nicht zu verwechseln mit der portugiesischen Kickerlegende. Der spanische Mittelfeldspieler Eusebio spielte von 1982 bis 2002 für Real Valladolid, Atlético Madrid, den FC Barcelona und Celta Vigo.

Auf dem 5. Platz rangiert derzeit der 38-jährige Joaquín Sánchez, der noch immer Stammspieler bei Betis Sevilla ist und dort einen Vertrag bis zum Sommer 2021 hat. Der Rechtsaußen hält aktuell bei 532 Spielen und wird voraussichtlich noch einige Plätze gutmachen, sofern er gesund bleibt und sein „Leiberl“ nicht verliert. Es ist sogar wahrscheinlich, dass Joaquín im Laufe des Jahres an Raúl vorbeizieht und die Nummer 2 in der ewigen Einsatzliste der Primera División wird. Einzig der Zubizarreta-Rekord dürfte sich nicht ausgehen.

Auf den ersten 16 Rängen der Liste befinden sich ausschließlich Spanier, allerdings wird ein kleiner Argentinier diese Reihenfolge in den nächsten Jahren noch ordentlich aufmischen: Lionel Messi ist Stand 01.01.2020 mit 466 Spielen 17. und wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch in die Top 10 vorstoßen.

Die Rekordtorschützen

  • Lionel Messi (432 Tore):
    Einen Rekord für die Ewigkeit hält „La Pulga“ bereits: Lionel Messi erzielte in seinen 466 Spielen für den FC Barcelona 432 Tore und ist vermutlich noch lange nicht fertig. Messi hält damit einen Schnitt von 0,93 Toren pro Spiel.
  • Cristiano Ronaldo (311 Tore):
    Durchschnittlich performte Cristiano Ronaldo für Real Madrid sogar noch besser als Messi. Am Ende brachte es der Portugiese aber „nur“ auf 311 Tore in der Primera División. Sein zweiter Platz sollte aber auch für sehr lange Zeit abgesichert sein.
  • Telmo Zarra (251 Tore):
    Der Bilbao-Bomber der 40er- und 50er-Jahre hieß und starb im Jahr 2006. Der Baske erlebte also nicht mehr, dass er von zwei Legionären überholt wurde. Lange Zeit führte er die Liste vor Hugo Sánchez an und auch Alfredo di Stefano konnte ihn nie übertrumpfen.

Der nächste aktive Spieler in der Topscorer-Liste von La Liga ist der Franzose Karim Benzema. Mit 160 Treffern liegt er derzeit auf Rang 16, wobei ihm noch 35 Tore auf einen Platz in den Top 10 fehlen würden. Österreich hat keinen Spieler auf den oberen Plätzen, durfte sich allerdings in der Saison 1978/99 über einen Torschützenkönig freuen: Hans Krankl erzielte damals für den FC Barcelona 29 Tore in 30 Spielen.

Die höchsten Siege

  • Athletic Bilbao 12:1 FC Barcelona (1931):
    Es ist kaum zu glauben, aber der höchste Sieg gelang Bilbao und die zugleich höchste Niederlage der Ligageschichte betraf den FC Barcelona. Im Februar 1931 ging Barca im Baskenland mit 1:12 unter.
  • Athletic Bilbao 9:5 Racing Santander (1933):
    Das Spiel mit den meisten Toren in der Ligageschichte ist der 9:5-Sieg von Athletic Bilbao gegen Santander. Die spektakuläre Bilbao-Elf der Dreißiger war also definitiv den einen oder anderen Besuch wert.
  • Atlético Madrid 6:6 Athletic Bilbao (1950):
    Das höchste Remis in der Liga-Geschichte gab es im Jahr 1950. Damals trennten sich Atlético Madrid und Athletic Bilbao mit 6:6.

Einen eher traurigen Rekord hält wiederum das Barcelona-Derby aus dem Jahr 2003. Damals gab es beim 3:3 zwischen Espanyol Barcelona und dem FC Barcelona am 13.12. am Montjuic zwei glatte rote Karten und viermal Gelb-Rot.

Die teuersten Transfers

Verkäufe

MEHR INFOS
  • Neymar (€ 222 Mio.):
    Der bisher teuerste Transfer aller Zeiten war der Übertritt von Neymar zu PSG. Die katarischen Eigentümer der Pariser bezahlten 222 Millionen Euro für den brasilianischen Dribbelkünstler.
  • Antoine Griezmann (€ 120 Mio.):
    Der teuerste ligainterne Transfer der Geschichte war jener von Antoine Griezmann von Atlético Madrid zum FC Barcelona, der allerdings alles andere als ein reibungsloser Deal zwischen den beiden Topklubs war.
  • Cristiano Ronaldo (€ 117 Mio.):
    Der mit Abstand teuerste Transfer eines Über-30-Jährigen betrifft Cristiano Ronaldo. Dieser wechselte im Alter von 33 Jahren um 117 Millionen Euro von Real Madrid nach Turin.

Ein recht teurer Verkauf eines Österreichers aus der spanischen Liga liegt auch noch nicht lange zurück: Maximilian Wöber wechselte um 10,5 Millionen Euro vom FC Sevilla zu Red Bull Salzburg.

Einkäufe

MEHR INFOS
  • Philippe Coutinho (€ 145 Mio.):
    Um unglaubliche 145 Millionen Euro eiste der FC Barcelona den Brasilianer Philippe Coutinho aus Liverpool los. In La Liga erzielte dieser dann aber nur 13 Tore in 52 Spielen für die Katalanen und wurde prompt an die Bayern verliehen.
  • Joao Félix (€ 126 Mio.):
    Für den neuen Goldjungen des portugiesischen Fußballs, Joao Félix, bezahlte Atlético Madrid stolze 126 Millionen Euro. Er ist damit deutlich der teuerste Teenager und kostete mehr als Rodrygo und Vinicius Junior (beide Real Madrid) zusammen.
  • Ousmane Dembélé (€ 125 Mio.):
    Barcelona kaufte Dembélé ,damals 20-jährig, um 125 Millionen Euro aus seinem Dortmund-Vertrag hinaus. Mit 12 Toren aus 51 Spielen (Stand 010.1.2020) ist der Erfolg des zweitteuersten Barcaspielers der Geschichte aber zumindest bisher überschaubar.

Der teuerste je von einem spanischen Klub gekaufte Österreicher ist ebenfalls Maximilian Wöber. Bevor er um 10,5 Millionen Euro nach Salzburg wechselte, kaufte ihn der FC Sevilla um exakt dieselbe Summe von Ajax Amsterdam frei. Zum Vergleich: Hans Krankl kostete den FC Barcelona in den 70er-Jahren umgerechnet 600.000 Euro, die Leihgebühr für Andreas Ogris Anfang der 90er kostete Espanyol Barcelona 900.000 Euro.