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Keine Alternative: EM auf 2021 verschoben

(19.03.2020)

Kein Halt vor König Fußball

Das Coronavirus macht auch vor dem Fußball nicht Halt und wirbelt die Terminkalender der Funktionäre und Fans mächtig durcheinander. Nachdem quer durch Europa die nationalen Meisterschaften gestoppt werden mussten, wird nun auch die Europameisterschaft um ein Jahr nach hinten verschoben.

Langes Ringen

Das Exekutivkomitee der UEFA fasste vergangenen Dienstag nach mehreren Krisensitzungen und zahlreichen Diskussionen den Entschluss, die Europameisterschaft 2020 aufgrund der Coronavirus-Pandemie um ein Jahr zu verschieben. Diese Entscheidung fiel niemandem leicht, da die Planungen schon weit fortgeschritten waren und die Verlegung auch große finanzielle Verluste zufolge hat. In der aktuellen Situation muss aber die Gesundheit der Spieler und Fans absoluten Vorrang haben und aufgrund der stetig wachsenden Anzahl an Neuinfektionen war eine Austragung zum ursprünglichen Termin undenkbar.

Geisterspiele keine Alternative

Für UEFA-Präsident Aleksander Ceferin war es undenkbar, das Turnier vor leeren Rängen abzuspulen: „Der Gedanke daran, das 60. Jubiläum des Turniers in leeren Stadien mit verwaisten Fanzonen zu zelebrieren, während der Kontinent zu Hause in Isolation sitzt, ist ein trister." Der slowenische Fußballfunktionär sprach damit vielen Fans aus der Seele, die eine Austragung in leeren Stadien überwiegend abgelehnt hätten.

Modus noch offen

Es steht momentan noch nicht fest, in welcher Form das Turnier 2021 ausgetragen wird. Ursprünglich hätte die Europameisterschaft aufgrund des 60-jährigen Bestehens des Wettbewerbs in 13 europäischen Ländern stattfinden sollen, wobei Ende 2017 Brüssel als Spielort gestrichen wurde, sodass schlussendlich zwölf Austragungsorte übrig blieben. Bei den Fußballfans stieß dieser neue Modus nur auf wenig Gegenliebe und aktuell ist es noch nicht abzusehen, ob in einem Jahr ein Großereignis über den gesamten Kontinent verteilt überhaupt durchführbar sein wird. Alternativ könnte sich auch eine Nation als Gastgeber anbieten, die von den Folgen des Coronaviruses verhältnismäßig wenig betroffen sein wird.

Nationale Verbände erleichtert

Durch die Verschiebung der Europameisterschaft haben die nationalen Verbände mehr Spielraum, um gegebenenfalls doch noch die Meisterschaften regulär beenden zu können. Die österreichischen Bundesliga-Klubs reagierten erleichtert auf die Verschiebung und hoffen, dass die Fortsetzung des Spielbetriebs möglich sein wird. Die Voraussetzung dafür ist aber natürlich, dass das Coronavirus erfolgreich eingedämmt wird. Bis Anfang Mai haben die Bundesliga-Profis garantiert spielfrei und halten sich zuhause mit speziellen Fitnessplänen in Form. Das Zeitfenster ist dennoch begrenzt, da zum 30. Juni viele Verträge auslaufen und die Saison dann beendet sein sollte. Der Ball muss somit spätestens am 30. Mai wieder rollen, sonst schließt sich das Zeitfenster. Die österreichische Bundesliga hält sich aktuell auch noch die Option offen, die letzten zehn Runden als Geisterspiele ohne Zuschauer auszutragen.

Klub-WM wegen EM verschoben

Die Verschiebung der Europameisterschaft hat auch für andere Fußballwettbewerbe Konsequenzen. Die Klub-Weltmeisterschaft, die im Sommer 2021 in China stattfinden sollte, wird nun ebenfalls nach hinten verschoben. Ein neues Datum wurde noch nicht fixiert, da die FIFA den Ersatztermin erst zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben möchte. Bei der Klub-WM hätten 24 Mannschaften teilgenommen, wobei acht Teams aus Europa nominiert waren. Als Dank für das Entgegenkommen der FIFA überlegt die UEFA, ob sie mehr Mannschaften für die Klub-WM entsenden wird.