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Champions League:
Kurioses & Einzigartiges

(18.03.2020)

Die Super-Teams aus dem Osten

1986 und 1991 sorgten zwei Mannschaften aus dem ehemaligen Ostblock für zwei der größten Sensationen der Champions-League-Geschichte: Steaua Bukarest und Roter Stern Belgrad. Wenn man sich die Teams ansieht, die damals für die Underdogs aufliefen, ist das aber kaum verwunderlich: Steaua warf mit Spielern wie Marius Lacatus, Victor Piturca oder Miodrag Belodedici einige der Besten ihrer Zeit in die Schlacht. In West- bzw. Resteuropa waren diese allerdings noch nicht sonderlich bekannt, da rumänische Kicker damals nicht ins Ausland wechseln durften. Im Finale wurde der FC Barcelona nach Elfmeterschießen bezwungen, wobei Torhüter Helmuth Duckadam zum Helden avancierte: Er hielt alle vier Elfer der Katalanen.

Noch beeindruckender war aber die 1991er-Mannschaft von Roter Stern Belgrad: Damals stürmten Spieler wie Darko Pancev, Robert Prosinecki oder Dejan Savicevic für die Jugoslawen. Ebenfalls wieder mit dabei: Miodrag Belodedici, der fünf Jahre zuvor mit Steaua den „Henkelpott“ holte. Auch Roter Stern brauchte für den Sensationserfolg ein Elferschießen. Im Finale in Bari verwandelte Darko Pancev den entscheidenden Strafstoß gegen Olympique Marseille. Die Torschützenkönige des damaligen Turniers: Jean-Pierre Papin und ein gewisser Peter Pacult, damals in Wacker Innsbrucks Diensten.

Österreicher im Halbfinale der Champions League

Oder besser gesagt im Halbfinale des Europapokals der Landesmeister, denn in die Nähe eines Champions League Halbfinals, seit der Bewerb eben so heißt, kam natürlich noch kein österreichisches Team. Bevor die Königsklasse 1992 umstrukturiert und später immer mehr erweitert und aufgeblasen wurde, war dies aber durchaus noch denkbar. Die beiden Wiener Großklubs haben es sogar je einmal unter die besten Vier Europas geschafft!

Zuerst gelang dies dem SK Rapid 1961: Die Hütteldorfer setzten sich am Weg ins Halbfinale gegen Besiktas Istanbul, Wismut Karl Marx Stadt (später Erzgebirge Aue) und den IFK Malmö durch. Im Halbfinale war gegen Benfica, damals trainiert von Bela Guttmann, mit 0:3 (a) und 1:1 (h) Endstation. Die Portugiesen gewannen später auch noch das Finale gegen Barcelona.

Die Austria hatte 1979 sogar noch mehr Pech als Rapid. Die Veilchen schalteten unter anderem Lilleström und Dynamo Dresden aus und scheiterten im Halbfinale gegen Malmö FF nur wegen eines einzigen Tores. Nach einem 0:0 im Hinspiel ging das Rückspiel mit 1:0 an die Schweden, die dann im Finale gegen Nottingham Forest verloren. Die Engländer wiederum haben in Champions-League-Finalspielen eine 100 %-Quote: Zwei Finali, zwei Trophäen.

Wenn der Münzwurf entscheidet

„Dann werfen wir eben eine Münze!" Was bei so manchem Spaßkick ein gerne gebräuchliches Mittel ist, wurde für einige Champions-League-Teilnehmer bitterer Ernst. Erstmals in der Saison 1957/58, als beim Spiel zwischen Wismut Karl Marx Stadt und Gwardia Warschau das Flutlicht ausfiel und nicht wieder in Gang gebracht werden konnte. Bis zum Jahr 1970 wurden schließlich sieben Spiele mittels Münzwurf entschieden. Galatasaray Istanbul war sogar zweimal in eine solche Entscheidung involviert: Einmal gewannen die Türken, einmal verloren sie.

Deutsche Gründlichkeit vom Punkt

Kein Team hat in der Geschichte der Champions League seit 1992 konsequenter seine Elfer verwandelt als der FC Bayern München. Exklusive Elfmeterschießen trafen die Bayern 26-mal in 34 Versuchen vom berüchtigten Punkt. Zudem sind sie mit Chelsea und Atlético Madrid eines der drei Teams, die in der Champions-League-Ära dreimal in Elfmeterschießen verwickelt waren. Zweimal blieben die Münchner auch da siegreich, nur beim „Finale dahoam“ 2012 gegen Chelsea wollte es nicht klappen.

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Diesen altbekannten Fanspruch nahm Celtic Glasgow im Jahr 1967 äußerst ernst. Als die „Hoops“ mit einem 2:1-Sieg über Inter Mailand zum ersten und einzigen Mal die begehrteste Fußballtrophäe Europas gewannen, standen ausschließlich Spieler auf dem Platz, die in einem Umkreis von maximal 45 Kilometern rund um den Celtic Park geboren wurden. Der gesamte Kader von Celtic kam damals aus Glasgow oder der näheren Umgebung. Einige Jahre später zogen große britische Teams nach: Nottingham Forest (1979 und 1980), Liverpool (1981) und Aston Villa (1982) gewannen nacheinander den Europapokal der Landesmeister und hatten allesamt nur Engländer, Schotten oder Nordiren in ihren Reihen.

Fünferpacks als absolute Seltenheit

Hattricks kommen häufig vor, Viererpacks schon seltener. Aber fünf Tore in einem Spiel zu schießen, das ist Weihnachten und Ostern zusammen. In den letzten 40 Jahren ist dies im Bewerb selbst aber nur zwei Spielern gelungen: Lionel Messi traf beim 7:1 über Bayer Leverkusen 2012 ebenso 5-mal, wie der Brasilianer Luiz Adriano 2014 beim 7:0 gegen BATE Borisov. Selbst in der Qualifikation kommen Fünferpacks praktisch nie vor. Einen davon erzielte aber der Ex-Austrianer David Lafata 2014 für Sparta Prag gegen Levadia Tallinn. Vor dem Rebranding der Champions League 1992 waren Fünferpacks häufiger und gelangen Mazzola, Gerd Müller oder Sören Lerby.

Seedorf als Erfolgsgarant

In der Geschichte der Champions League gelang es nur einem Spieler, die begehrte Trophäe mit drei verschiedenen Teams zu gewinnen: Der Niederländer Clarence Seedorf siegte mit Ajax im Jahr 1995, mit Real Madrid 1998 und schließlich sogar zweimal mit dem AC Milan (2003, 2007). Der erfolgreichste Spieller aller Zeiten ist aber der Spanier Francisco "Paco" Gento. Die Real-Madrid-Legende ist der einzige Akteur, der den Pokal 7-mal in den Abendhimmel stemmte. Insgesamt spielte er in acht Finali, was er wiederum mit einer anderen echten Legende gemein hat: Zwischen 1989 und 2007 stand auch Paolo Maldini 7-mal im Finale auf dem Platz, natürlich jedes Mal für den AC Milan.

„Der ist gut, den kaufen wir!“

Wer Champions League sagt, muss auch Cristiano Ronaldo sagen. Der portugiesische Superstar ist Rekordtorjäger der Turniergeschichte, pulverisierte einen Rekord nach dem anderen, gewann die Trophäe stolze 5-mal. Gegen einen bestimmten Gegner spielte der Offensivmann aber besonders gerne: Nämlich gegen seinen derzeitigen Arbeitgeber Juventus Turin. Zwischen 2013 und 2018 erzielte Ronaldo zehn Treffer gegen die „Alte Dame“, nie zuvor hatte ein Spieler über die Jahre derart viele Tore gegen einen einzelnen Gegner geschossen. Nicht nur um diesen Fluch loszuwerden, entschied sich Juventus dazu, den Star aus Madeira im Sommer 2018 zu verpflichten. Das kostete die Italiener zwar € 117 Mio. Ablöse und ein fürstliches Jahresgehalt von € 31 Mio., aber seitdem hat „CR7“ nicht mehr gegen Juve getroffen.

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