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Corona-Krise: Wie geht es in den Top-Ligen weiter?

(07.05.2020)

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Aufgrund der Corona-Krise befinden sich sämtliche Top-Ligen Europas seit Mitte März 2020 im Wartemodus. Wir wollen uns ansehen wie die Situation in den fünf großen Ligen aktuell aussieht. Wo wird das runde Leder bald wieder rollen, welche Verbände zögern noch mit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs?

Bundesliga, Deutschland

Die deutsche Bundesliga wird die erste europäische Top-Liga sein, die am 16. Mai ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen wird. Das grüne Licht für die Bundesliga und die 2. Bundesliga kam direkt von der Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Regierungschefs der Bundesländer. Die Entscheidung wurde von den Funktionären der Bundesliga mit großer Freude aufgenommen und DFL-Geschäftsführer Christian Seifert bedankte sich bei der Politik für diese Entscheidung: „Die heutige Entscheidung ist eine gute Nachricht für die Bundesliga und die 2. Bundesliga. Sie ist verbunden mit einer großen Verantwortung für die Clubs und ihre Angestellten, die medizinischen und organisatorischen Vorgaben diszipliniert umzusetzen. Spiele ohne Stadion-Zuschauer sind für niemanden eine ideale Lösung. Es ist in einer für einige Klubs existenzbedrohenden Krise allerdings die einzige Möglichkeit, den Fortbestand der Ligen in ihrer jetzigen Form zu bewahren.“

Sportwetten Insider Deutschland Bundesliga

In der deutschen Bundesliga sind noch neun Runden zu absolvieren und der Spielbetrieb wird verhältnismäßig kurzfristig fortgesetzt werden. Laut Ministerpräsident Markus Söder ist es nämlich nicht zwingend notwendig, dass sich die Spieler vor dem Neustart der Liga in eine zweiwöchige Quarantäne begeben, da sie ohnehin sehr häufig getestet werden. Die Entscheidung der Politik wurde von allen Vereinen mit großer Erleichterung aufgenommen, da die wirtschaftlichen Schäden bei einem vorzeitigen Abbruch der Saison fatal gewesen wären. Auch in Österreich verfolgt man die Entscheidungen des Nachbarlandes ganz genau, da hierzulande die Corona-Fallzahlen in relativen Zahlen vergleichbar sind. 

Sportwetten Insider Italien Serie A

Serie A, Italien

Während die Fans in Deutschland schon bald wieder zumindest vor den Fernsehgeräten ihren Lieblingssport verfolgen dürfen, müssen sich die Fußballliebhaber der Serie A wohl noch länger gedulden. Sportminister Vincenzo Spadafora verkündete im Rahmen einer Fragestunde im italienischen Parlament, dass es aktuell noch unmöglich sei einen fixen Zeitplan festzulegen: „Wir alle hoffen, dass die Meisterschaft regulär wieder aufgenommen werden kann. Es ist aber heute unmöglich, ein spezielles Datum festzulegen.“

Da die Corona-Krise Italien besonders hart traf, blieben die strengen Maßnahmen der Politik sehr lange bestehen und es gab erst vor wenigen Tagen die ersten vorsichtigen Lockerungen. Nun bleibt es abzuwarten, welche Auswirkungen diese ersten kleinen Freiheiten auf die Infektionskurve mit sich bringen werden. Die Regierung will sich nicht drängen lassen und wird diesen Kalendermonat noch abwarten, bevor eine endgültige Entscheidung zur Fortsetzung des Spielbetriebs der Serie A fallen wird. Ab dem 18. Mai dürfen die Vereine jedenfalls Gruppentrainings abhalten und sich so auf einen möglichen Neustart vorbereiten. 

Sportwetten Insider England Premier League

Premier League, England

Großbritannien ist extrem schwer von der Corona-Pandemie betroffen und verzeichnete mehr Todesfälle als jedes andere europäische Land. Die Premier League will dennoch die Saison zu einem Abschluss bringen, zumal bei einem Abbruch Rückzahlungen an die TV-Rechteinhaber in einer Höhe von 750 Millionen Pfund drohen. Um „Project Restart“ bewerkstelligen zu können will man nun eigene Wege gehen.

Die verbleibenden Runden sollen ohne Zuschauer auf neutralen Plätzen ausgetragen werden. Insgesamt sollen rund zehn Spielstätten ausgewählt werden, die einerseits außerhalb der Städte liegen, andererseits auch möglichst modern sind, damit die strengen Hygienebestimmungen gut umgesetzt werden können. Damit es zu keinen Menschenansammlungen rund um die Stadien kommt, sollen diese außerhalb von großen Wohngebieten liegen und könnten von der Polizei an Spieltagen weiträumig abgesperrt werden. 

Gegen diesen Plan stemmen sich nun laut Medienberichten die sechs Vereine am unteren Tabellenende, die befürchten, dass ein möglicher Verlust des Heimvorteils im Abstiegskampf eine entscheidende Rolle spielen wird. Es ist zudem wahrscheinlich, dass die abstiegsbedrohten Klubs hoffen, dass im Falle eines Abbruchs kein Verein den Gang in die Championship antreten muss und deshalb die Neustart-Pläne äußerst kritisch beäugen. Die Fortsetzung der Premier League ist demnach noch keine beschlossene Sache. Sollten sich die Klubs untereinander einigen und auch mit der Politik einen Konsens finden, dann könnte die größte Fußball-Liga der Welt Mitte Juni ihren Spielbetrieb fortsetzen

Sportwetten Insider Spanien La Liga

La Liga, Spanien

In Spanien gab sich Ligapräsident Javier Tebas optimistisch, dass die beiden höchsten Spielklassen des Landes ihren Spielbetrieb im Juni wieder fortsetzen können. Die Spieler wurden unter der Woche auf das Coronavirus getestet und dürfen im Falle eines negativen Befunds am Kleingruppen-Training teilnehmen. Gemeinsam mit medizinischen Experten arbeitete der spanische Fußballverband ein sogenanntes „Rückkehrprotokoll“ aus, in dem die weiteren Schritte bis zum Saisonende festgelegt werden. 

Die spanische Liga nimmt auch in wirtschaftlicher Hinsicht im Land eine große Rolle ein und die Fortsetzung des Spielbetriebs soll auch ein Signal nach außen darstellen, dass wieder langsam eine gewisse Normalität zurückkehren wird. Immerhin hängen rund 185.000 Arbeitsplätze in Spanien vom professionellen Fußball ab, der 1,37 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmacht.

Sportwetten Insider Frankreich Ligue 1

Ligue 1, Frankreich

Die französische Ligue 1 ist die einzige der fünf Top-Ligen Europas, die den Spielbetrieb vorzeitig abbrach und die Saison als beendet erklärte. Paris Saint-Germain wurde als Tabellenführer zum Meister erklärt, Olympique Marseille und Rennes qualifizierten sich hinter dem Hauptstadtklub für die Champions League. Es liegt auf der Hand, dass nicht alle Vereine glücklich über diese Entscheidung sind.

Olympique Lyon lag zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs nur am siebten Tabellenplatz und konnte sich damit nicht einmal für die Europa League qualifizieren. Der siebenfache Meister, der zwischen 2002 und 2008 die Liga nach Belieben dominierte, droht nun mit einer Klage gegen den Verband. Laut Lyon-Präsident Jean-Michel Aulas hätten sich die Funktionäre mehr Zeit lassen müssen, bevor sie so eine gravierende Entscheidung fällen. Aulas ist überzeugt, dass vorschnell gehandelt wurde und verweist auf die anderen Top-Ligen Europas, die teilweise vor der Wiederaufnahme des Spielbetriebs stehen.

Für die beiden ausstehenden Cup-Finalspiele wurden nun ebenfalls neue Termine fixiert. Das Coupe de France-Endspiel zwischen Paris Saint-Germain und Lyon soll am 27. Juni 2020 stattfinden. Genau zwei Wochen später wäre die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel wieder im Einsatz, wenn das Finale des Ligapokals gegen die AS Saint-Étienne ansteht.