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Ski Alpin

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Ski Alpin: Weltbekannt in Österreich

Ski Alpin ist in Österreich vielleicht der populärste Profisport. Kein Wunder: Im Vergleich zu Fußball, Tennis oder der Formel 1 sind österreichische Sportlerinnen und Sportler federführend in der Geschichte des Weltcups, der Ski-WM oder bei Olympischen Spielen.

International gesehen ist Ski Alpin im Spitzensport nicht so populär gestellt wie in Österreich und der Schweiz. Das zeigt sich auch an den Zuseherzahlen in anderen Ländern, die oftmals nur durch mittelfristige Hypes einzelner erfolgreicher Athletinnen und Athleten gepusht werden.

Alpiner Skiweltcup: Der wahre Königsbewerb

Olympiasiegerinnen und Olympiasieger sind Legenden auf Lebenszeit. Olympisches Gold ist eine weltweit bekannte Ehrung, die Athleten unabhängig von Nationalität, Sportart oder sonstigen Erfolgen auf ein eigenes Podest heben. Der größte Erfolg auf rein sportlicher Ebene ist jedoch der Gewinn des Gesamtweltcups. Hier müssen sich die Sportlerinnen und Sportler über fünf Monate hinweg in Konstanz beweisen. Ursprünglich war der 1967 einführte Skiweltcup ein Bewerb für Allrounder. Die Teilnehmer mussten sich querbeet hinweg über die Abfahrt, den Riesentorlauf, den Slalom, die Kombination und ab 1985 auch über den Super-G beweisen.

Über 40 Weltcup-Bewerbe pro Saison sowie die Einführung showlastiger Parallelbewerbe und City Events bedeuteten über das letzte Jahrzehnt hinweg jedoch das vorläufige Ende der klassischen Ski-Allrounder. Spezialisten, die in ihren Disziplinen verlässlich hoch punkten, bekamen Oberwasser. Aufgrund der höheren Anzahl an Bewerben (oft bediengt durch weniger Absagen) sind die Technikerinnen und Techniker gegenüber den Speedracern eindeutig bevorteilt. Marcel Hirscher gilt als Paradebeispiel dafür.

Die Konstanz des Marcel Hirscher ermöglichte ihm sage und schreibe acht Gesamtweltcupsiege – und diese sogar en suite! Auf Platz 2 folgt die legendäre Annemarie Moser-Pröll mit sechs großen Kristallkugeln. Marc Giradelli hat 5 große Kugeln zuhause stehen, Hermann Maier, Gustav Thöni, Lindsey Vonn und Pirmin Zurbriggen jeweils 4. An Einzelsiegen ist der schwedische Edeltechniker Ingemar Stenmark mit 86 Siegen in Front. Lindsey Vonn hätte ihn mit 82 Siegen fast eingeholt. Marcel Hirscher folgt mit 67 Siegen. Mikaela Shiffrin hat jedoch die Chance, all diese Rekorde zu pulverisieren. Mit gerade einmal 25 Jahren und 66 Siegen (Stand 07.10.2020), scheint auch der Stenmark-Rekord nahe.

Neben dem Gesamtweltcup und den Disziplinwertungen zählt in Österreich und der Schweiz der Nationencup besonders. Er prämiert das Land mit der größten Dichte an Spitzenläuferinnen und Spitzenläufern. Nach 30 (!) Nationencupsiegen in Folge, fiel Österreich in der vergangenen Saison erstmals wieder hinter die Schweiz zurück. Das ÖSV-Team konnte das Karriereende von Marcel Hirscher und die vielen verletzten Topläuferinnen im Damenteam nicht ausreichend kompensieren. 

WM und Olympia: Österreichische Festspiele

Die Alpine Skiweltmeisterschaft wird alle zwei Jahren im Februar absolviert. Ursprünglich war die WM alle vier Jahre integrierter Teil der olympischen Spiele und somit nur alle vier Jahre eine eigenständige Veranstaltung. Seit 1985 findet die Ski-WM in ungeraden Jahren ausschließlich eigenständig statt. 9-mal beherbergte Österreich dieses Skifest, zuletzt 2013 in Schladming. Im Oktober 2020 wurde die Ski-WM erneut nach Österreich vergeben: 2025 ist Saalbach-Hinterglemm Austragungsort des Saisonhighlights.

Österreich ist wenig überraschend auch bei der Ski-WM historisch gesehen die stärkste Nation. 96-mal Gold, 103-mal Silber und 95-mal Bronze bedeuten die klare Spitzenreiterposition, gefolgt von der Schweiz (66 Gold, 69 Silber, 60 Bronze) und Frankreich (45 Gold, 51 Silber, 35 Bronze). Erfolgreichste Athletin ist die Deutsche Christl Cranz, die zwischen 1934 und 1939 12-mal Gold und 3-mal Silber gewann. Auf Platz 2 befindet sich bereits Marcel Hirscher mit 7-mal Gold und 4-mal Silber, ex aequo mit der Französin Marielle Goitschel.

Seit 1936 ist alpines Skifahren olympisch. Mit 37 Goldmedaillen, 41-mal Silber und 43-mal Bronze führt Österreich auch in dieser Bilanz vor der Schweiz (22 Medaillen jeder Farbe) und den USA (17-20-10). Es sind traditionell die großen Olympiarennen, die im kollektiven Gedächtnis bleiben. Die drei überlegenen Olympiasiege von Toni Sailer 1956 in Cortina lösten einen heimischen Skiboom auf und trugen zur Heilung der gepeinigten Volksseele nach dem 2. Weltkrieg bei. Der Mythos des Toni Sailers wird heutzutage jedoch durch diverse Vergewaltigungsvorwürfe gedämpft.

Das legendärste Einzelrennen aus heimischer Sicht ist zweifelsfrei Franz Klammers Abfahrts-Olympiasieg am Patscherkofel, als er in letzter Sekunde seinen ewigen Rivalen Bernhard Russi schlagen konnte. Hermann Maiers zwei Goldmedaillen nach dem Horrorsturz von Nagano bleiben ebenso in Erinnerung wie die Doppelkrönung des Marcel Hirschers bei den Spielen von Pyeongchang.

Bei den Damen konnte sich Annemarie Moser-Pröll 1980 in Lake Placid zum Karriereende endlich als Olympiasiegerin krönen. Moser-Pröll gilt nach wie vor als die vielleicht beste Skiläuferin aller Zeiten. Eine Fahrerin, die ihr diesen Titel hätte abnehmen können, ist Petra Kronberger. Nach zwei Goldmedaillen in Albertville (1992) beendete sie jedoch im Alter von 23 ihre Karriere. Sie hatte alles gewonnen. Ebenso wie Michaela Dorfmeister, die sich 2006 ebenfalls mit zwei Goldmedaillen in den wohlverdienten Ruhestand begab.

Von Shiffrin bis Mayer

Der große Superstar unter den aktuell Aktiven ist Mikaela Shiffrin. Die US-Amerikanerinnen ist auf einem guten Weg, viele Rekorde der Skigeschichte zu brechen. Neben ihr zählen die aktuelle Gesamtweltcupsiegerin Federica Brignone und die Edeltechnikerin Petra Vlhova zu den großen Namen. Die Schweizerinnen stellen mit Corinne Suter, Wendy Holdener und Michelle Gisin mehrere Läuferinnen, die den Ski-Weltcup noch lange mitbestimmen werden.

Aus österreichischer Sicht ist spätestens mit dem Karriereende von Anna Veith ein Vakuum an großen Namen enstanden. Jedoch zeigte sich in den letzten Jahren eine beeindruckende Dichte an jungen Läuferinnen, die leider oftmals durch Verletzungen eingebremst wurden. Mit Nina Ortlieb, Katharina Liensberger und vielen weiteren Nachwuchsstars könnte jedoch eine Renassaince im heimischen Damenskilauf eingeläutet werden.

Mit dem Abgang von Marcel Hirscher verlor nicht nur der heimische Skisport sein Aushängeschild. Der Salzburger dominierte über fast ein Jahrzehnt hinweg den Skisport nach Belieben. Der Kronprinz, der Norweger Henrik Kristoffersen, konnte die großen Fußstapfen (noch) nicht füllen und wurde in der Vorsaison von Alexis Pinturault (2.), einem der letzten Allrounder, und dem Speedspezialisten Aleksander Aamodt Kilde (1.) im Gesamtweltcup abgefangen.

Aus heimischer Sicht sind nun der Doppelolympiasieger Matthias Mayer und Vincent Kriechmayr die führenden Athleten. Da sich die beiden Speed-Spezialisten auch immer mehr in den Riesentorlauf wagen, könnten sie in den kommenden Jahren auch um die große Kristallkugel kämpfen. Selbiges gilt für den Technikspezialisten Marco Schwarz, der auf den Spuren von Alexis Pinturault sein Glück als Allrounder versucht.

Mythos Hahnenkamm, Partyhochburg Planai

Der Hahnenkamm ist mit Sicherheit die berühmteste Strecke im Alpinen Skiweltcup. Die Mutabfahrt in Kitzbühel besticht durch gefährliche und spektakuläre Passagen, wie der Mausefalle, dem Steilhang und der Hausbergkante. Kitzbühel ist am Weltcup-Wochenende zudem Hochburg zehntausender Feierwütiger. Noch mehr Party gibt es traditionell am darauffolgenden Dienstag beim Nachtslalom auf der Planai von Schladming.

Ob Kitzbühel auch die schwierigste Strecke im Weltcup ist, darüber besteht ein ewiger Streit zwischen den beiden Skinationen Österreich und Schweiz. Die legendäre Lauberhornabfahrt von Wengen besticht nämlich durch viele Mutpassagen und einer Laufzeit von fast 2,5 Minuten. Zu internationalem Ruhm schaffen es zumeist nur die Speedstrecken. So zählen die Kandaharabfahrt von Garmisch-Partenkirchen, die Birds of Pray in Beaver Creek und die Stelvio in Bormio zu den größten Herausforderungen des Sports.

Als Aushängeschild der Technikstrecken ist der Chuenisbärgli in Adelboden bekannt. Bei den Damen ist vor allem die Tofane in Cortina d'Ampezzo legendär. In Cortina findet auch die Ski-Weltmeisterschaft 2021 statt.

Wie wettet man richtig auf Ski Alpin?

Ähnlich wie im Fußball, der Formel 1 oder anderen Sportarten reicht es auch im Skisport nicht aus, immer auf die vermeintlichen Favoriten zu tippen. Leistungskurven, Strecken, Witterung und die ungeschriebenen Regeln von Großbewerben sind für deinen möglichen Sportwetten-Gewinn entscheidend und wirken natürlich auch auf die Gestaltung der Quoten. win2day hat für dich wichtige Wetttipps zusammengestellt.

Abfahrt ist nicht gleich Abfahrt

Du kennst das: Max Mustermann führt überlegen im Abfahrts-Weltcup, Erika Musterfrau im Slalom. Natürlich zählen sie auch zu den Favoriten im kommenden Rennen ihrer Disziplin. Doch heißt das nicht, dass sie unbedingt der absolute Topfavorit sind. Die Strecken im Weltcup unterscheiden sich nämlich auch innerhalb der Disziplinen signifikant. Manche Abfahrten sind für Gleiter gemacht (wie zum Beispiel Lake Louise), andere für die technisch begabten Abfahrer (wie zum Beispiel Kitzbühel). Bei den technischen Disziplinen gibt es besonders anspruchsvolle und steile Hänge, aber auch sehr flache Pisten.

Beobachte die Leistungen deines potenziellen Wetttipps auf der jeweiligen Strecke. Wie sah die Performance im gleichen Rennen der Vorjahre in Relation zur gesamten Saison aus? Läuferinnen und Läufer haben stets ihre Lieblingsstrecken, auf denen sie über sich hinauswachsen können. Hier könntest du mit dem richtigen Gespür und einer höheren Quote punkten!

Beachte außerdem die Pistenverhältnise: Ist der Kurs pickelhart? Gab es gerade Neuschnee? Oder herrscht schon ein patziger Frühjahrsfirn vor? Jede Läuferin und jeder Läufer hat hier Präferenzen, die sich auf die Leistung bei Einzelrennen auswirken können. Auch das Wetter spielt mit: Wird es sonnig oder neblig, bewölkt oder verschneit? Analysiere, wie gut dein potenzieller Tipp mit unterschiedlichen Witterungsbedingungen klarkommt.

Formkurve und Kalender

Du willst auf den Gesamtweltcupsieger tippen? Nur zu! Für einen fundierten Tipp benötigst du jedoch etwas mehr als nur den Blick auf den derzeitigen Weltcupstand. Wie viele Rennen stehen in den einzelnen Disziplinen noch aus? Führt ein Speed-Spezialist im Weltcup, stehen aber noch mehr Technikrennen aus, könnte die Spitzenposition noch zu einem Techniker wechseln und vice versa. Auch die ausstehenden Strecken können noch den Ausschlag geben: Wie hoch hat dein potenzieller Tipp in den Vorjahren bei den späteren Rennen gepunktet?

Beachte natürlich auch die Formkurve und vergleiche, ob deinem potenziellen Tipp in den Vorjahren im späteren Saisonverlauf vielleicht die Kraft ausgegangen ist. Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Spätstarter, die erst im Januar und Februar so richtig auf Touren kommen und oftmals das Feld im letzten Saisondrittel aufrollen. Bei diesen Läuferinnen und Läufern kannst du unter Umständen auch von einer besonders attraktiven Quoten profitieren.

Großbewerbe und Zufallssieger

"WER BITTE???" Es ist bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen keine Ausnahme, dass totale Außenseiter die Goldmedaille holen. Das liegt im Wesen von Einzelrennen. Enthält die Strecke oder die Kurssetzung noch besondere Kniffe und spielt das Wetter ein wenig verrückte, kann es der Tag der Überraschungen werden.

Oftmals sind Sensationen zwar Sensationen, haben sich davor aber angebahnt. Achte vor allem in der Abfahrt darauf, ob sich in den Traningsfahrten eine Läuferin bzw. ein Läufer besonders hervorgetan hat. Hier warten bei Außenseitern natürlich auch besonders attraktive Quoten auf dich. Orientiere dich prinzipiell an den letzten Rennen der jeweiligen Disziplin und beobachte, wer die Leistungskurve  genau richtig für den Großbewerb auf die Spitze getrieben hat.

Und dann gibt es sie noch: Die Spezialisten auf Gold. Läuferinnen und Läufer, die im Weltcup nicht unbedingt immer an der absoluten Spitze mitfahren, aber einfach da sind, sobald es um Edelmetall geht. Als Aushängeschilder dieser Sorte von Rennläufern gelten die beiden norwegischen Skilegenden Lasse Kjus und Kjetil-Andre Aamodt. Hier handelt es sich um Athletinnen und Athleten, die es verstehen, den Formaufbau exakt auf das Großereignis auszurichten und gleichsam ohne Druck aus der zweiten Reihe zu kommen und mit guten Nerven auf das Podest zu fahren.