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Tennis, der „Weiße Sport“

Ob am Sand, Teppich, Rasen oder Hartplatz: Die Popularität des Tennissports ist seit rund 100 Jahren ungebrochen und mittlerweile auf jedem Kontinent im Profi- und Amateurbereich eine feste Institution in Sport und Sportkultur. Doch der Zugang unabhängig von Herkunft, Ethnie oder finanziellem Status ist weiterhin ein Problem, mit dem der Tennissport kämpft. Die Bezeichnung „der Weiße Sport“ ist nämlich nicht nur aufgrund der Farbgebung der Wettkampfkleidung entstanden. Als Sport für reiche Adelige, vorwiegend auf der Britischen Halbinsel, aufgewachsen, ist Rassismus vielfach noch immer gegenwärtig.

Der professionelle Tennisbetrieb wird innerhalb der jeweiligen Dachorganisationen ausgetragen, der WTA für Damen und der ATP für Herren. Innerhalb der Organisationen werden jeweils Weltranglisten für Einzel- und Doppeltennis geführt. Viele Punkte und Euros gibt es bei den wichtigsten vier Turnieren, den Grand-Slam-Turnieren. Als nächstpopulärste Turniersorte gelten die beiden Mannschaftsbewerbe auf Länderebene, der Davis Cup bei den Herren und der Fed Cup bei den Damen.

2 Touren, viele Wertigkeiten

Die höchsten Turnierserien sind die ATP-Tour bei den Herren bzw. die WTA-Tour bei den Damen. Innerhalb dieser Turnierserien finden jährlich rund 60 Einzelturniere unterschiedlicher Punktewertigkeiten statt.* So bringen die neun ATP World Tour Masters 1000er-Turniere bei den Herren dem Sieger jeweils 1000 Weltranglistenpunkte, die ATP Tour 500er 500 Punkte und die restlichen Turniere 250. Die Punkte für Finalisten, Halbfinalisten, Viertelfinalsten usw. werden dabei entsprechend immer weniger. Ähnlich verhält es sich bei der WTA-Tour.

Eine Sonderstellung nehmen die Finalturniere beider Serien ein, die quasi als Champions League des Tennis anzusehen sind. Bei den ATP Finals bzw. WTA Tour Championships dürfen nämlich nur die acht besten Spieler bzw. Spielerinnen des Jahres teilnehmen und rittern um insgesamt 1.500 Punkte für den Turniersieg.

*Dieser Artikel beschäftigt sich vorrang mit Einzelturnieren.

Grand Slam und der Platz an der Weltranglistensonne

Die höchste Kategorie stellen die vier Grand-Slam-Turniere dar. Sie finden gleichzeitig und am gleichen Ort für Damen und Herren statt und werden deshalb von einer separaten Organisation, der ITF, organisiert. Für einen Sieg bei den Australian Open in Melbourne, den French Open in Paris, dem Turnier in Wimbledon und den US Open in New York gibt es jeweils 2000 Punkte. Gleichsam sind die Grand-Slam-Turniere die Rahmengeber für den gesamten Turnierkalender. So wird bis zu den Australian Open im Januar auf Hartplatz gespielt, bis zu den French Open im Mai auf Sand und bis zum Wimbledon-Klassiker auf Gras. Bis zum Hardplatzturnier in New York wird nebst dem harten Boden auch weiterhin auf Sand gespielt. Die Hardplatzsaison zieht sich dann erneut bis zu den Australian Open.

Der Gipfel einer jeden Tenniskarriere ist ein Grand-Slam-Sieg. Oder anders formuliert: Er ist der Gipfel der meisten hocherfolgreichen Tenniskarrieren. Denn einen Grand Slam, zumindest einen Sieg bei allen vier Turnieren, schaffen nur ganz wenige. Zehn Damen und acht Herren befinden sich im Einzeltennis in diesem elitären Kreis. Und gerade einmal drei Damen (Maureen Connolly, Margaret Court und Steffi Graf) sowie zwei Herren (Don Budge und gleich 2-mal Rod Laver) haben es in nur einem Turnierjahr geschafft.

Im Gegensatz zum Ranking zur Teilnahme beim Jahresfinale wird die Weltrangliste nicht als Kalenderjahrwertung geführt. Vielmehr zählen die Ergebnisse der letzten 52 Wochen. Alle Ergebnisse? Nein! Es kommen nämlich nur eine bestimmte Anzahl an Turnierergebnissen pro Spieler in die Wertung. Bei den Herren sind das zum Beispiel 19 Turniere innerhalb der letzten 52 Wochen: Die vier Grand Slams, acht 1000er-Turniere sowie die besten sechs Ergebnisse weiterer Turniere.

Zwei heimische Superstars

Wenn man in den letzten Jahren von den großen männlichen Tennisstars sprach, waren Rafael Nadal, Novak Djokovic und Roger Federer gemeint. Noch nie zuvor dominierten drei Personen den Sport gleichzeitig in diesem Ausmaß. Nicht weniger als 56 Grand-Slam-Turniersiege (Stand August 2020) teilen die drei Superstars unter sich auf. Das sind umgerechnet 14 Jahre ununterbrochene Grand-Slam-Dominanz!

Der erste Verfolger auf das mittlerweile in die Jahre gekommene Spitzentrio ist jedoch ein Österreicher. Dominic Thiem konnte sich bereits unter die ersten 3 der Weltrangliste schieben. Mit 16 Turniersiegen (darunter ein 1000er-Turnier), dem Sieg bei den US Open 2020, drei weiteren Grand-Slam-Finalteilnahmen und einer Niederlage beim ATP Masters (Stand August 2020) ist Thiem zweifelsfrei in der absoluten Weltspitze angekommen.

Den einzigen Grand-Slam-Sieg eines Österreichers erreichte Thomas Muster 1995 bei den French Open. Mit 44 Karrieretiteln und sechs Wochen als Nummer 1 der Weltrangliste ist er wohl jedenfalls noch ein paar weitere Jahre Österreichs erfolgreichster Tennisspieler.

Weitere Grand-Slam-Titel gab es für Österreich im Doppel: Julian Knowle konnte 2007 die US Open für sich entscheiden, Oliver Marach 2018 die Australian Open. Zwei Doppeltitel und einen Mixedtitel gab es zudem für Jürgen Melzer. Er ist der dritte Österreicher, der auch im Einzel die Top 10 der Weltrangliste erreichte.

Große Stars im Damentennis sind in Österreich nach wie vor Mangelware. Während sich die heimischen Tennisdamen derzeit weit ab von den Top 100 der Weltrangliste befinden, konnten sich mit Barbara Paulus und Barbara Schett in den späten 90er-Jahren zumindest zwei Österreicherinnen in den Top 10 platzieren.

Aufstrebende heimische Turniere

Als Veranstalter von Sportereignissen ist Österreich in der ganzen Welt angesehen. Nach einigen ruhigeren Jahren konnten sich heimische Turniere wieder etablieren. Neben dem 250er-Turnier in Kitzbühel stieg das Vienna Open in der Stadthalle wieder in Riege der 500er-Turniere und somit der dritthöchsten Turnierklasse auf. In dieser Kategorie können sich die Organisatoren Jahr für Jahr über mehrere Top-10-Spieler freuen, angeführt natürlich vom heimischen Aushängeschild Dominik Thiem.

Leider ist auch auf Turnierseite das heimische Damentennis unterrepräsentiert. Beim jährlichen Linz Open warten nur wenige Weltranglistenpunkte auf die Teilnehmerinnen und daher entsprechend wenige Topspielerinnen auf das Publikum.

Wie wettet man richtig auf Tennis?

Ähnlich wie im Fußball, der Formel 1 oder anderen Sportarten reicht es auch im Tennis nicht aus, immer auf den vermeintlich stärkeren Spieler oder die bessere Spielerin zu tippen. Leistungskurven, Spielerkonstellationen, Platzbedingungen und natürlich die Gesundheit der Akteure sind für deinen möglichen Sportwetten-Gewinn entscheidend und wirken natürlich auch auf die Gestaltung der Quoten. win2day hat für dich wichtige Wetttipps zusammengestellt.

Die Krux mit dem Angstgegner

Auch du hast es sicher schon öfter mitbekommen, wenn dein Lieblingsspieler auf den sogenannten „Angstgegner“ trifft. Ein Blick auf die Weltrangliste und die letzten Turnierergebnisse löst da oftmals Verwunderung aus. Dennoch: Im Tennis sind individuelle Stärken und Schwächen im direkten Duell mitentscheidend. Interferiert der höchstpersönliche Spielstil des Gegners die eigenen Spielstärken, kann auch die Nummer 1 der Welt gegen die Nr. 100 ganz alt aussehen. Beachte die Quote, sieh dir bei Einzelspielwetten somit immer die Head-to-Head-Bilanz an, aber natürlich auch die Timeline dahinter. Eine vermeintlich negative Bilanz kann nämlich sowohl konstant und aussagekräftig sein, als auch auf Ergebnissen aus dem Jahre Schnee basieren, wo beide Kontrahenten vielleicht noch ganz andere Leistungsfähigkeiten hatten.

Leistungskurven und Gesundheit

Tennis ist ein Sport der Wehwehchen. Denn bereits kleine Leiden können in diesem engen Sport entscheidend sein. Erkundige dich vor Match oder Turnierstart daher genau: Gibt es kleinere Blessuren oder eine Verkühlung bei deinem potenziellen Tipp? Achte auch auf die Entwicklung innerhalb der letzten Spiele und Turniere und der einhergehenden Leistungskurve. Aber Achtung: Besonders Turniere unmittelbar vor den Grand Slams dienen oftmals zur expliziten Vorbereitung, in der Trainingsziele auch vor Turnierergebnissen Vorrang haben können!

Kein Platz wie jeder andere

Gerade einmal 18 Tennisprofis (geschlechterübergreifend) konnten alle Grand Slam Turniere zumindest einmal gewinnen. Das zeigt eindeutig: Nur ganz wenige Spieler sind auf allen Belägen siegfähig und wohl kein Tennisspieler ist auf allen Belägen gleich stark. Achte bei deinem Tipp und der Interpretation der Wettquoten unbedingt darauf! Auch haben wohl alle Spielerinnen und Spieler besondere Lieblingsplätze, auf denen sie nicht nur mit dem Boden, sondern auch mit Wind, Wetter und Atmosphäre besser klarkommen als die Konkurrenz.