Deutsche Bundesliga Wetten

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      Deutsche Bundesliga

      Die deutsche Bundesliga, laut Wortmarke nur „Bundesliga“, ist die höchste Spielklasse im deutschen Fußball. Angesichts ihrer recht späten Gründung im Jahr 1963 ist die Bundesliga eine der „jüngeren“ Ligen im internationalen Fußballgeschäft. Unterhalb der Bundesliga findet sich die 2. Bundesliga, die ebenso wie die höchste Spielklasse 18 teilnehmende Teams umfasst. Die Bundesliga gilt neben der englischen Premier League, der Serie A, Primera Division ("La Liga") und der französischen Ligue 1 als eine der „Top-5-Ligen“, da sie wie auch die zuvor genannten Ligen einen Abonnementplatz in den Top-5 der UEFA-Fünfjahreswertung innehat.

      Auch aufgrund der Größe der Bundesliga ist sie ein insgesamt sehr homogener Bewerb, an dem zahlreiche Klubs bereits länger ununterbrochen teilnehmen. Mit dem Hamburger SV stieg im Jahr 2018 der einzige Verein ab, der seit der Gründung ununterbrochen in der Liga verweilte. Vier Teams sind bereits seit mindestens 1997 mit dabei – damals stieg der VfL Wolfsburg in die Bundesliga auf und feierte damit nun sein 25-jähriges Bundesliga-Jubiläum. Bayer Leverkusen ist bereits seit Ende der 70er-Jahre dabei, Borussia Dortmund sogar seit 1976. Rekordmeister Bayern München ist seit 1965 und damit am längsten ununterbrochen dabei.

      Bayern als unumstrittener Topklub

      Die Vorherrschaft der Bayern ist in der Bundesliga kaum zu übersehen. Der Großklub aus dem Süden Deutschlands holte bis heute 31 Meistertitel und damit um drei mehr, als alle anderen Klubs zusammen. Auf den Plätzen folgen Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach mit je fünf Titeln und Werder Bremen mit vier gewonnenen Saisonen. Insgesamt durften bereits zwölf deutsche Vereine den Meistertitel bejubeln, wobei beinahe die Hälfte der einstigen deutschen Meister aktuell nicht in der Bundesliga vertreten ist. Hierbei handelt es sich um den Hamburger SV (drei Titel), Kaiserslautern (zwei Titel) und Braunschweig, Nürnberg, sowie 1860 München (je ein Titel).

      Werder Bremen, das vier Meistertitel feiern durfte, stieg soeben wieder in die Bundesliga auf. Aktuell erleben wir zudem die größte Dominanz, die es im deutschen Fußball jemals gab: Bayern München wurde zuletzt zehnmal hintereinander Meister – dies gelang keiner anderen Mannschaft zuvor. Auch den Bayern selbst nicht.

      Der Begriff der „Fahrstuhlmannschaft“

      Der Ligamodus veränderte sich im Laufe der Zeit immer wieder, aber die Größe der Liga brachte von Beginn an mit sich, dass es jedes Jahr mehrere Auf- und Absteiger gab. Daraus ergab sich im deutschen Fußballersprachgebrauch mit der Zeit der Begriff der „Fahrstuhlmannschaften“, die keiner besonderen Stabilität unterliegen, sondern binnen kürzester Zeit mehrfach auf- oder absteigen. Der Inbegriff einer solchen Fahrstuhl-Mannschaft ist wohl der 1.FC Nürnberg, der insgesamt achtmal aufstieg und neunmal abstieg. Den zweiten Platz mit je acht Auf- und Abstiegen nimmt Arminia Bielefeld ein.

      Zuschauermagnet Bundesliga

      Die Bundesliga ist außerdem der Schauplatz zahlreicher großer, kultiger und vor allem moderner Stadien. Das größte Stadion ist in der aktuellen Zusammensetzung der Signal Iduna Park: Die Heimstätte von Borussia Dortmund fasst nicht nur über 81.000 Zuschauer, sondern weist auch einen Zuschauerschnitt von fast 80.000 auf. Die Auslastung beträgt damit etwa 98% und wird aktuell nur vom FC Bayern München, der in seiner 75.000 Zuschauer fassenden Allianz Arena eine Auslastung von 100% hat, übertroffen. Die geringste Zuschauerauslastung hat mit deutlichem Respektabstand Hertha BSC mit 57,5%.

      Ebenfalls eine nahezu hundertprozentige Auslastung hatte bis vor kurzem der SC Freiburg, der nun aber auch das neueste Stadion der deutschen Bundesliga sein Eigen nennen darf. Im Oktober 2021 übersiedelten die Breisgauer ins Europa-Park-Stadion, das das alte Dreisamstadion ablöste. Es fasst mit 34.700 Fans etwa um 10.000 mehr, als die alte Heimstätte, aber in Deutschland zweifelt kaum jemand daran, dass der sympathische Klub rund um Langzeittrainer Christian Streich das Stadion auch in der neuen Saison bestens füllen kann.

      Die Rekordspieler der deutschen Bundesliga

      • Karl-Heinz Körbel (602 Spiele):
        Knapp 20 Jahre lang spielte Karl-Heinz „Charly“ Körbel für Eintracht Frankfurt. Der legendäre Vorstopper war für die SGE von 1972 bis 1991 aktiv, kam dennoch nur zu sechs Einsätzen im deutschen Nationalteam.
      • Manfred Kaltz (581 Spiele):
        Ebenfalls fast 20 Jahre für denselben Verein spielte Manfred „Manni“ Kaltz, der zudem als vermeintlicher Erfinder der Bananenflanke einen Platz in historischen Fußballbüchern findet. Mit Ausnahme eines kurzen Frankreich-Intermezzos spielte Kaltz nur für den HSV.
      • Oliver Kahn (557 Spiele):
        Der deutsche Torhüter-Titan Oliver Kahn spielte für den Karlsruher SC und wesentlich länger für Bayern München. Neben acht deutschen Meistertiteln gewann Kahn auch den UEFA-Pokal und die Champions League.

      Der gebürtige Ausländer mit den meisten Bundesliga-Einsätzen ist der in Prag geborene Mirko Votava, der im Alter von 12 Jahren mit seinen Eltern aus der Tschechoslowakei nach Deutschland übersiedelte. Er absolvierte insgesamt 546 Bundesligaspiele für Borussia Dortmund und Werder Bremen und liegt in der Liste der am häufigsten eingesetzten Spieler auf Rang 5. Der Spieler, der die meisten deutschen Meistertitel gewann ist mit Franck Ribery ebenfalls ein Legionär: Der Franzose stemmte die Meisterschale neunmal in den Münchner Nachthimmel. Unmittelbar hinter ihm folgen aber bereits David Alaba und Thomas Müller, sowie einige nicht mehr aktive Spieler mit acht gewonnenen Titeln. 

      Die Rekordtorschützen

      • Gerd Müller (365 Tore):
        Die 365 Treffer von Gerd Müller wirken seit jeher wie ein Rekord für die Ewigkeit. Der einstige Bayern-Bomber wurde siebenmal Torschützenkönig und hält mit 40 Toren auch den Saison-Torrekord.
      • Robert Lewandowski (312 Tore):
        Der polnische Superstürmer konnte zuletzt zum fünften Mal in Folge Torschützenkönig der Bundesliga werden. Zu Beginn der Saison 2022/23 liegt er somit nur noch 53 Tore hinter dem großen Gerd Müller. Ob er diesen „ewigen Rekord“ auch noch angreifen kann, ist allerdings fraglich.
      • Klaus Fischer (268 Tore):
        Beständig arbeitete sich Klaus Fischer auf den zweiten Rang dieser Wertung: Der Bayer spielte für 1860 München, Schalke, Köln und Bochum und traf in insgesamt 21 Saisonen 268-mal. Erst im Sommer 2021 wurde er vom Polen Robert Lewandowski überholt und auf den dritten Platz verwiesen.

      Der aktuell zweitbeste aktive Spieler in der Liste der besten Torjäger ist Dortmund-Star Marco Reus, der in der Bestenliste mit 144 Treffern den 17. Rang einnimmt. Nur sieben Treffer dahinter lauert Bayerns Thomas Müller auf dem 20.Rang. In den Top-20 sind der zweitplatzierte Lewandowski und die Nummer fünf, der Peruaner Claudio Pizarro, der für Werder Bremen, Bayern München und den 1.FC Köln stürmte, die einzigen Legionäre.

      Die höchsten Siege

      • Borussia Mönchengladbach 12:0 Borussia Dortmund (1978): Es waren Festspiele von Mittelstürmer Jupp Heynckes, der beim Gladbacher Rekordsieg fünfmal traf. Das 0:12 war nicht nur die höchste Niederlage des BVB, sondern auch die des damaligen Trainers Otto Rehhagel.
      • Borussia Dortmund 11:1 Arminia Bielefeld (1982): Das 11:1 des BVB über Arminia Bielefeld aus der Saison 1981/82 mutet etwas skurril an, wenn man bedenkt, dass Dortmund die Saison als 7. beendete und die Arminia als 8.
      • Bayern München 11:1 Borussia Dortmund (1971): Ein Ergebnis, wie es heute undenkbar wäre: Gerd Müller traf beim höchsten Bundesliga-Sieg des späteren Meisters Bayern München in der Saison 1971/72 viermal.

      Auch in zwei weiteren Spielen fielen 12 Treffer. In der Saison 1963/64, also der Eröffnungssaison der Bundesliga, besiegte Borussia Dortmund den 1.FC Kaiserslautern mit 9:3. 13 Jahre später bejubelte der 1.FC Köln einen spektakulären 8:4-Sieg über Tennis Borussia Berlin. Der zweithöchste Sieg der Geschichte gelang ebenfalls Borussia Mönchengladbach, das Anfang Jänner 1967 mit 11:0 gegen den FC Schalke 04 gewann.

      Die teuersten Transfers

      Verkäufe

      MEHR INFOS
      • Ousmane Dembélé (€ 125 Mio.):
        Der Franzose Ousmane Dembélé bestritt im Alter von 20 Jahren nur 32 Spiele für Borussia Dortmund, wurde dann aber um unglaubliche 125 Millionen Euro in die Primera Division an den FC Barcelona verkauft. Diese spielte er – vorsichtig gesagt – bisher noch nicht wieder ein.
      • Jaden Sancho (€ 85 Mio.):
        NManchester United (Premier League) kaufte den Engländer Jadon Sancho im Sommer 2021 aus seinem Vertrag bei Borussia Dortmund heraus und legten dafür unglaubliche 85 Millionen Euro auf den Tisch. Damit hält der BVB momentan die beiden Top-Transfers der Bundesligageschichte.
      • Kai Havertz (€ 80 Mio.):
        Kai Havertz brachte seinem Klub Bayer Leverkusen beim Wechsel zum FC Chelsea 80 Millionen Euro ein. Für Chelsea hat sich der Transfer dennoch schon gerechnet, schließlich holte der Klub bereits in Havertz’ erstem Jahr die UEFA Champions League.

      Auf den weiteren Plätzen folgen Havertz, De Bruyne, Pulisic, Aubameyang, Jovic, Haaland, Keita, Werner, Sané, Haller, Xhaka, Joelinton, Draxler, Upamecano, Mkhitaryan und Firmino. All diese Spieler wechselten entweder nach Spanien, England oder innerhalb der Bundesliga (Upamecano). Der teuerste Verkauf aus der Bundesliga in ein anderes Land war bis dato Douglas Costa, der um 40 Millionen Euro zu Juventus Turin wechselte.

      Der teuerste Bundesliga-Verkauf vor der Jahrtausendwende war der Wechsel von Jörg Heinrich zur AC Fiorentina, der in der Saison 1998/99 umgerechnet 12,6 Millionen Euro in die Kassa von Borussia Dortmund schwemmte. Der teuerste Verkauf eines Österreichers war der von Valentino Lazaro: Der flexible Ex-Salzburger wurde von Hertha BSC um 22,4 Millionen Euro an Inter Mailand verkauft. Die weiteren Plätze in der „Österreicher-Wertung“ nehmen Martin Hinteregger um neun Millionen (ligaintern nach Frankfurt), sowie Kevin Wimmer um sechs Millionen Euro zu Tottenham ein.

      Einkäufe

      MEHR INFOS
      • Lucas Hernández (€ 80 Mio.):
        Vor der Saison 2019/20 bezahlte Bayern München 80 Millionen Euro für die Dienste von Atlético Madrids Lucas Hernández, was nicht aufgrund seiner Position (Innenverteidiger) durchaus bemerkenswert war.
      • Leroy Sané (€ 45 Mio.):
        Die Bayern sicherten sich im Sommer 2020 die Dienste des Manchester City Flügelspielers Leroy Sané und legten für einen Fünfjahresvertrag vorerst 45 Millionen Euro auf den Tisch. Durch Boni könnte die Summe noch auf 60 Millionen anwachsen.
      • Julian Draxler (€ 43 Mio.):
        Wer auf den Top-Plätzen nur Bayern-Transfers erwartete, der irrte: Der VfL Wolfsburg bezahlte im Jahr 2015 stolze 43 Millionen für Julian Draxler – und verkaufte ihn später um 36 Millionen an Paris St.Germain weiter.

      Auf den Plätzen vier bis zehn folgen mit Upamecano, Tolisso, Javi Martínez, Vidal, Götze, Pavard und Hummels nur Spieler, die zum FC Bayern München wechselten. Auf dem elften Rang folgt mit Ousmane Dembélé ein Spieler, für den der BVB mit 35 Millionen ordentlich viel Geld bezahlte. Der teuerste Einkauf der 2000er-Jahre war Mario Gómez, für den die Bayern seinerzeit 30 Millionen Euro bezahlten. Der teuerste Einkauf zur Jahrtausendwende war Tomás Rosicky, der zum Millennium um 14,5 Millionen Euro nach Dortmund wechselte. Die nächstteuren Österreicher waren Marcel Sabitzer, Xaver Schlager und Stefan Lainer.

      Rekorde, die keiner haben will

      • Die meisten Eigentore durch Manfred Kaltz und Nikolce Noveski:
        Insgesamt je sechs Eigentore erzielten Manni Kaltz und der einstige Mainz-Profi Nikolce Noveski. Im Jahr 2005 erzielte Noveski sogar zwei Eigentore innerhalb von drei Minuten, traf danach aber noch zum Mainzer Ausgleich. Eigentor und Treffer in einer einzelnen Partie gelangen Noveski sogar zweimal.
      • Die meisten Karten durch Stefan Effenberg:
        114-mal Gelb, 4-mal Gelb-Rot und 3-mal glatt Rot, das ist die Kartenstatistik des einstigen Gladbach- und Bayern-Bad-Boys Stefan Effenberg. Kein Spieler in der Bundesligageschichte wurde öfter verwarnt.
      • Die meisten verschossenen Elfmeter durch Gerd Müller:
        Zwölf Elfmeter hat Gerd Müller im Laufe seiner Bundesliga-Karriere verschossen. Angesichts seiner 365 erzielten Treffer in Deutschlands höchster Spielklasse ist ihm das aber wohl zu verzeihen.

      Es gibt aber natürlich auch kuriose Rekorde, die durchaus eine Auszeichnung für ihre Halter sind: So etwa die Tatsache, dass der Torhüter Hans-Jörg Butt, der als enorm sicherer Elfmeterschütze galt, 26 Bundesligatore auf seinem Konto hat. In der Saison 1999/2000 erzielte der damalige Keeper des Hamburger SV sogar neun Elfertore und hatte damit am Ende gleich viele Saisontreffer wie Carsten Jancker, Anthony Yeboah oder ein gewisser Markus Weissenberger, jener kleine Kärntner, der damals seine erste und zugleich erfolgreichste Deutschland-Saison spielte.

      Neuankömmlinge und Absteiger

      Es war schon ein reichlich seltsames Gefühl, dass neben dem bereits länger nur noch zweitklassigen Hamburger SV plötzlich auch noch Werder Bremen und der FC Schalke 04 nicht mehr erstklassig waren. Der Spuk dauerte jedoch nur eine Saison an: Schalke holte sich in der zweiten deutschen Bundesliga den Meistertitel, dicht gefolgt von Werder – beide Großklubs stiegen also sofort wieder auf. Anders als der HSV, der nun schon in seine fünfte Zweitligasaison geht. Diesmal scheiterten die Hamburger erst in der Relegation an Hertha BSC, das damit oben blieb.

      Dadurch stiegen in der vergangenen Saison nur zwei Teams aus der Bundesliga ab. Arminia Bielefeld ist dieses Gefühl bereits bestens gewöhnt, war es doch bereits der achte Abstieg in der Vereinsgeschichte. Auch Greuther Fürth machte sich keine Illusionen länger in der Bundesliga zu verbleiben und musste nach nur einer Saison wieder runter.

      Übrigens: Neben den Langzeitgästen Bayern München, Bayer Leverkusen und dem VfL Wolfsburg sind die TSG 1899 Hoffenheim, der FC Augsburg, RB Leipzig und Union Berlin die einzigen Mannschaften, die noch nie aus der Bundesliga abstiegen
      Gesamteinsatz:
      Gesamtquote:
      Gesamtquote
      Möglicher Gewinn: