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Fußball Weltmeisterschaft 2022 in Katar

(5.7.2022)

Erste Winter-Weltmeisterschaft

Die FIFA-Weltmeisterschaft in Katar wird das erste Fußball-Großereignis sein, das im Winter stattfindet. Vom 21. November bis zum 18. Dezember 2022 spielen 32 Nationen um den Titel des Weltmeisters. Wir haben sämtliche Infos, Vorschauen und die interessantesten Wetten und Quoten zur WM 2022.

Basiswette
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WM
Katar
Ecuador
Katar - Ecuador
WM
England
Iran
England - Iran
WM
Senegal
Niederlande
Senegal - Niederlande
WM
USA
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USA - Wales
WM
Argentinien
Saudi Arabien
Argentinien - Saudi Arabien
WM
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Dänemark - Tunesien
WM
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Polen
Mexiko - Polen
WM
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Frankreich - Australien
WM
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Marokko - Kroatien
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Deutschland - Japan
WM
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Belgien - Kanada
WM
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Schweiz - Kamerun
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Uruguay - Südkorea
WM
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Portugal - Ghana
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England - USA
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Spanien - Deutschland
WM
Brasilien
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Brasilien - Schweiz
WM
Portugal
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Portugal - Uruguay
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Viele Neuerungen

Die Weltmeisterschaft 2022 bringt einige Neuerungen mit sich. Die markanteste Änderung ist natürlich die Jahreszeit, in der sie ausgetragen wird. Das Finale wird erst sechs Tage vor Weihnachten stattfinden, weil die Sommertemperaturen in Katar ein faires und für die Fußballer gesundheitlich unbedenkliches Turnier nicht ermöglicht hätten. Dies bringt uns zur zweiten auffälligen Neuerung: Die als „Winter-WM“ bezeichnete Weltmeisterschaft ist das erste große Turnier, das im Nahen Osten stattfindet.

Eine weitere Neuerung ist, dass die teilnehmenden Nationalteams aufgrund der Corona-Pandemie 26 Spieler nominieren dürfen. Bisher waren immer nur 23 Spieler erlaubt. Zudem gibt es erstmals in der WM-Geschichte gleich sechs weibliche Unparteiische – drei Hauptschiedsrichterinnen und drei Assistentinnen. Der Video Assistant Referee (VAR) kommt hingegen bereits zum zweiten Mal nach 2018 zum Einsatz.

Der Modus der FIFA-WM 2022 ist derselbe, wie bei den letzten Turnieren. In der Vorrunde werden acht Gruppen ausgespielt und die Gruppensieger und Gruppenzweiten steigen ins Achtelfinale auf. Ab dort wird in einem klassischen K.O.-System gespielt, bis am letzten WM-Spieltag nur die beiden Finalisten übrig sind, die das Finale im Lusail Iconic Stadium austragen werden.

Wie bei den meisten Weltmeisterschaften sind auch in Katar einige Außenseiter dabei. Einer dieser Außenseiter ist der Gastgeber, der erstmalig an einer Weltmeisterschaft teilnimmt. Katar ist in diesem Jahr der einzige WM-Debütant. Kanada ist erstmals seit 36 Jahren wieder bei der Endrunde dabei und Wales nimmt sogar erstmalig seit 1958 teil.

Die Favoriten auf den Weltmeister-Titel

Favorit Nr. 1: Brasilien

Die Favoriten auf den Turniersieg sind drei der ganz großen Fußballnationen. Die niedrigste Quote auf den Weltmeistertitel haben die Kicker vom Zuckerhut. Brasilien, das bereits seit Mitte 2016 von Langzeitcoach Tite betreut wird, kann sich auf eine gute Mischung verlassen. Offensiv sind etwa die Real-Madrid-Stars Vinícius Junior und Rodrygo wichtige Stützen im Team. Auf defensiveren Positionen gibt es hingegen mit Spielern wie Fabinho oder Altmeistern wie Dani Alves und Thiago Silva routinierte Schlüsselspieler.

Brasilien startet in Gruppe G ins Turnier und trifft dort auf Serbien, die Schweiz und Kamerun. Brasilien ist Rekordweltmeister und durfte den begehrten, goldenen Pokal als einzige Nation fünfmal in die Luft stemmen. Der letzte WM-Titel liegt allerdings schon einige Zeit zurück: 2022 gewann die Selecao das Turnier in Japan und Südkorea.

Favorit Nr. 2: England

Der zweite große Favorit ist England, das allerdings seit vielen Jahrzehnten mit einem Turnierfluch umgehen muss. Der letzte große Titel war auch der einzige für die „Three Lions“ – nach dem WM-Titel 1966 im eigenen Land gewann England kein Turnier mehr. Trainer Gareth Southgate, der das Team beinahe schon so lange coacht wie Brasiliens Tite kann die qualitativ hochwertigste Mannschaft aufbieten. Superstars wie Harry Kane, Jack Grealish, Trent Alexander-Arnold oder Raheem Sterling werden ebenso in Southgates Aufgebot sein, wie nachrückende Jungstars, wie etwa Phil Foden, Jude Bellingham oder Bukayo Saka. Der Einzug ins Halbfinale der Europameisterschaft im vergangenen Jahr könnte bereits ein Vorbote für die Stärke der Engländer sein, aber für den ganz großen Wurf benötigt es natürlich auch die nötige Portion Glück. England startet in Gruppe B ins Turnier und trifft dort auf den Iran, die Vereinigten Staaten von Amerika und Wales.

Favorit Nr. 3: Frankreich

Zum engeren Favoritenkreis zählt natürlich auch der Titelverteidiger: Die Mannschaft des längstdienenden Trainers Didier Deschamps, der heuer sein zehnjähriges „Thronjubiläum“ feiert, wird natürlich von Megastar Kylian Mbappé getragen. Aber auch andere Top-Spieler, wie der in großer Form aufspielende Karim Benzema, Leipzigs Christopher Nkunku oder Real-Madrid-Neuwerbung Aurelien Tchouameni könnten Garanten für einen langen Turnierverbleib der „Equipe tricolore“ sein. Frankreich hat auf einigen Positionen keinen so ausgewogenen Kader wie Brasilien oder England, weshalb man nur die drittniedrigste Quote für einen Turniersieg aufweist. Gefährlich ist der Weltmeister von 2018 aber allemal und gerade in K.O.-Partien zeigte diese Mannschaft in der Vergangenheit ihre Kaltschnäuzigkeit.

Frankreich startet in Gruppe D ins Turnier und trifft dort auf Australien, Dänemark und Tunesien. Mit zwei Weltmeistertiteln in den Jahren 1998 und 2018 ist Frankreich eine der erfolgreichsten Nationen der Fußballneuzeit. Zudem gewannen die Franzosen 2021 die neu gegründete UEFA Nations League, was einmal mehr unterstrich, wie gefährlich „Les Bleus“ bei Turnieren sind.

Favorit Nr. 4: Argentinien

Argentinien geht als amtierender Copa América Sieger ins Turnier und steht vor der letzten Weltmeisterschaft mit Lionel Messi als Leitwolf. Der mittlerweile 35-jährige Kapitän der Albiceleste möchte an sein Märchen noch das letzte Kapitel anheften. Dabei sollen kongeniale Nebenleute wie Lautaro Martínez oder Angel di Maria behilflich sein. In der Defensive und im Mittelfeld gibt es bei den Argentiniern 2022 allerdings kaum Weltklasse zu bewundern, weshalb die größten Hoffnungen auf der dynamischen, spielstarken Offensive ruhen. Der starke Auftritt bei der Copa América bewies aber, dass Argentinien es unter Trainer Lionel Scaloni noch einmal richtig wissen will.

Argentinien startet in Gruppe C ins Turnier und trifft dort auf Saudi-Arabien, Mexiko und Polen. Argentinien holte zwei Weltmeisterschaften, die letzte im Jahr 1986 in Mexiko. Seit 36 Jahren lechzt die fußballverrückte Nation also nach dem größtmöglichen Erfolg. 2014 war man nahe dran, den dritten Titel zu holen, scheiterte aber in der Verlängerung an Deutschland.

Favorit Nr. 5: Spanien

Die seit 2019 von Luis Enrique trainierten Spanier haben einen markanten Umbruch hinter sich. Jungstars wie Gavi, Ansu Fati oder Eric García sollen bei der „Furia Roja“ in Zukunft für Furore sorgen. Flankiert werden die jungen Wilden von gestandenen Spielern wie Koke, Rodri, Kapitän Sergio Busquets, Marco Asensio oder Pau Torres. Im Vorfeld des Turniers wussten die Spanier durchaus zu überzeugen und zeigten offensiven, dynamischen Fußball, waren zudem defensiv meist sehr stabil. So musste das Team im ersten Halbjahr 2022 keine Niederlage einstecken und kassierte nur vier Gegentreffer. Spanien geht dennoch nicht als Top-Favorit ins Turnier, wie es bei den letzten Endrunden häufig der Fall war.

Spanien startet in Gruppe E ins Turnier und trifft dort auf Costa Rica, Deutschland und Japan. Spanien ist zwar eine der prägendsten Fußballnationen der Historie, die Weltmeisterschaft gewann man aber nur einmal 2010. Die „Goldene Generation“ mit Xavi, Iniesta, Puyol, Villa, Torres, Casillas und Co. verzückte die Fans damals regelmäßig, gewann auch die Europameisterschaften 2008 und 2012. Seitdem heißt es für die damals so erfolgsverwöhnten Spanier aber „bitte warten“.

Die Geheimfavoriten auf den WM-Titel

Wie bei jeder Weltmeisterschaft gibt es auch dieses Jahr einige Teams, die sich in der jüngeren Vergangenheit formstark präsentierten und daher als mögliche Geheimfavoriten gehandelt werden. Zumeist überstehen einige dieser Teams die eine oder andere Runde, für den großen Wurf reichte es aber bisher nie. Anders als bei Europameisterschaften, wo etwa Dänemark 1992, Griechenland 2004 oder Portugal 2016 bis zum Ende überraschten, gab es bei Weltmeisterschaften noch nie einen vollkommen unerwarteten Turniersieger. Dennoch gibt es einige Teams, denen man eine solche Sensation zutraut.

Geheimfavorit Nr. 1: Belgien

Allen voran wird unter dem Prädikat „Geheimfavorit“ praktisch immer Belgien genannt. Die Roten Teufel verfügen mit Thibaut Courtois, Romelu Lukaku, Kevin de Bruyne oder Eden Hazard über potentielle Weltklassespieler, zudem sind Stützen wie Youri Tielemans, Timothy Castagne oder Leandro Trossard immer imstande, in einem Turnier positiv zu überraschen. Die wohl stärkste belgische Nationalmannschaft der jüngeren Vergangenheit  holte bei der WM 2018 den dritten Platz. Die Leistung von damals noch zu überbieten, ist nicht unmöglich, aber auch sehr schwierig. In Gruppe F trifft Belgien auf Kanada, Marokko und Kroatien.

Geheimfavorit Nr. 2: Dänemark

In den letzten Jahren machte auch Dänemark einen beeindruckenden Sprung nach vorne. Nachdem der Europameister von 1992 einige schwere Jahre zu durchleben hatte, kann „Danish Dynamite“ derzeit mit einer sehr guten Mischung punkten. Top-Spieler wie Pierre-Emile Höjbjerg oder Andreas Christensen, sowie Christian Eriksen und Kapitän Kasper Schmeichel sind bei ihren englischen Klubs allesamt Stützen. Hinzu kommt eine frische Generation an Spielern, die auf Stammelfeinsätze drängt. Einige Spieler der dänischen Nationalmannschaften spielten in der Vergangenheit auch in der österreichischen Bundesliga. Rasmus Kristensen, Jens Stryger Larsen und der aufstrebende Morten Hjulmand verdienten sich ihre ersten Sporen hierzulande. In Gruppe D trifft Dänemark auf Frankreich, Australien und Tunesien.

Geheimfavorit Nr. 3: Senegal

Bei Großereignissen ist es auch keine Seltenheit, dass sich afrikanische Mannschaften ins Rampenlicht spielt. So wurden etwa die Senegalesen beim Turnier 2002 mit ihrem charismatischen Stürmerstar El-Hadji Diouf erstmalig zu den absoluten Publikumslieblingen. Auch in diesem Jahr muss man die Kicker aus Westafrika genau beobachten, denn die Mannschaft rund um ihren Superstar Sadio Mané kommt als frischgebackener Afrika-Cup-Sieger nach Katar. Das Team von Erfolgscoach Aliou Cissé hat eine sehr ausgewogene Mannschaft mit Top-Spielern wie Kalidou Koulibaly, Idrissa Gueye und Cheikhou Kouyaté und könnte auch aufgrund der machbaren Vorrundengruppe durchaus überraschen. In Gruppe A trifft Senegal auf Katar, Ecuador und die Niederlande.

Die großen Abwesenden

Wie bei jedem großen Turnier blieben auch für Katar 2022 einige große Namen auf der Strecke und schafften die Qualifikation nicht. Die größte Sensation war hier definitiv der amtierende Europameister Italien, der sich in den Playoffs nicht gegen Nordmazedonien durchsetzen konnte. Der Underdog schaffte die Qualifikation allerdings selbst auch nicht.

Eine weitere Sensation ist das Fehlen Kolumbiens, das normalerweise eine fixe Konstante bei Großereignissen ist. Die Mannschaft von Néstor Lorenzo wurde in der südamerikanischen Qualifikation nur Sechster und muss daher zu Hause bleiben. Selbiges gilt für Chile, das sogar nur Siebter in der Quali wurde.

Ebenfalls überraschend ist, dass weder Schweden noch Norwegen die Qualifikation schafften. Speziell für die Norweger mit ihrem Supersturm Haaland-Sörloth war dies eine große Enttäuschung, zumal man in der Qualifikationsgruppe nur Dritter wurde.

Last but not least fehlt natürlich auch die österreichische Nationalmannschaft, die in der Qualifikationsgruppe nur enttäuschender Vierter wurde, sich aber über die UEFA Nations League für die Playoffs qualifizierte. Da es dort aber eine 1:2-Niederlage in Wales setzte, musste auch die damals noch von Franco Foda trainierte Mannschaft das Fehlen bei der „Wüsten-WM“ akzeptieren.

Die lange Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft

Die erste Weltmeisterschaft wurde im Jahr 1930 ausgetragen. Der Gastgeber des ersten Turniers wurde auch der erste Weltmeister: Uruguay holte sich den Titel mit einem 4:2-Finalsieg über Argentinien. 20 Jahre später konnte das kleine Land bei der WM in Brasilien sogar seinen zweiten Titel feiern. Die „Urus“ wussten auch später immer wieder zu überraschen, kamen aber in kein Finale mehr. Dazwischen holte eine legendäre italienische Mannschaft zwei Titel hintereinander.

Die Weltmeisterschaften 1942 und 1946 fielen aufgrund des Zweiten Weltkriegs aus. Dies war vor allem für Österreich traurig, zumal die ÖFB-Elf damals einige der besten Spieler weltweit stellte und als potentieller Titelkandidat gehandelt wurde. Bereits 1934 holte Österreichs „Wunderteam“ den respektablen vierten Platz. 1954 bei der WM-Endrunde in der Schweiz wurde Österreich sogar Dritter. Auch andere Ur-Größen des Fußballs machten in diesen Jahren auf sich aufmerksam: So verlor etwa Ungarn in den Jahren 1938 und 1954 erst das Finalspiel, 1958 schaffte es Schweden bis ins Finale und 1962 die Tschechoslowakei.

In diesen Jahren begann aber auch die Vorherrschaft der genialen Brasilianer, die von ihrem Superstar Pelé in den Jahren 1958, 1962 und 1970 zu drei Turniersiegen getragen wurden. Unterbrochen wurde der Erfolgslauf der Selecao nur von England, das sich 1966 mit dem legendären Wembley-Tor von Geoffrey Hurst den Titel holte. Ein Tor, das heute aufgrund des Video Assistant Referee definitiv nicht mehr zählen würde.

Die 70er- und 80er-Jahre gehörten wiederum anderen Mannschaften. Deutschland mit dem „Bomber der Nation“ Gerd Müller holte sich 1974 vor heimischem Publikum den Titel. 1978 trug Mario Kempes ebenfalls „zu Hause“ die Argentinier zum Erfolg. In beiden Fällen war der Finalgegner die Niederlande, 1978 von Österreichs Trainerlegende Ernst Happel trainiert. Die Niederländer standen bis heute in drei WM-Finalspielen, konnten aber keines davon gewinnen und sind damit wohl die größte Fußballnation, die noch nie einen Weltmeistertitel feiern durfte. Nur Deutschland verlor mehr WM-Endspiele, vier an der Zahl. Argentinien musste sich wie die Niederlande ebenfalls dreimal mit dem undankbaren zweiten Platz begnügen.

1982 holte Italien mit seinem Superstürmer Paolo Rossi den Weltmeistertitel und 1986 kam die große Zeit des Diego Maradona, der Argentinien bei der Weltmeisterschaft in Mexiko zu ihrem zweiten und bis dato letzten Titel führte. 1990 krönte sich „Kaiser“ Franz Beckenbauer mit Deutschland zum dritten Mal zum Weltmeister – diesmal als Teamchef – und 1994 stellte Brasilien mit seinem vierten Titel den alten Abstand wieder her.

Im Jahr 1998 gab es erneut einen „Heimsieg“ und auch erstmalig seit 1978 wieder einen komplett neuen Weltmeister. Zinedine Zidane führte Frankreich mit absoluten Weltklasseleistungen in den Fußballolymp und läutete damit eine bis heute andauernde Zeit ein, in der die Franzosen zur absoluten Weltspitze zählen. Acht Jahre später verlor Frankreich erst im Elfmeterschießen gegen Italien, nachdem Zidane mit seinem legendären Kopfstoß gegen Marco Materazzi vom Platz flog und damit auch von der Fußballbühne abtrat. Dazwischen, im Jahr 2002, hatte der Brasilianer Ronaldo bei der ersten WM in Asien seine Sternstunde und führte Brasilien zum fünften und bisher letzten Titel.

2010 in Südafrika, der ersten WM in Afrika, konnte sich die Goldene Generation der Spanier durchsetzen und dank eines Tores des genialen Andres Iniesta im Finale die Niederlande biegen. Vier Jahre später durfte wiederum Deutschland dank eines Tores in der Verlängerung gegen Argentinien jubeln. Viel denkwürdiger als Mario Götzes entscheidender Treffer war aber Deutschlands unglaublicher 7:1-Halbfinaltriumph gegen Gastgeber Brasilien. Die Leistung der Brasilianer an jenem Tag geht wohl als das größte „Blackout“ der WM-Geschichte in die Annalen des Turniers ein.

Bei der bisher letzten WM-Endrunde in Russland überzeugte Kroatien und stieß bis ins Finale vor. Dort waren die Franzosen aber eine Nummer zu groß und „Les Bleus“ konnten in Moskau ihren zweiten Titel feiern. Hier ging auch der Stern von Supersprinter Kylian Mbappé auf, der an der Seite von Antoine Griezmann, Paul Pogba und N’golo Kanté mit Fortdauer des Turniers immer stärker wurde.

Bis heute kamen sämtliche Weltmeister entweder aus Europa oder aus Südamerika. Bisher konnte sich weder eine afrikanische, noch eine nord- oder mittelamerikanische oder asiatische Mannschaft durchsetzen. Südkorea kam der größtmöglichen Sensation bei seiner Heim-WM im Jahr 2002 am nächsten. Die Koreaner verloren erst im Halbfinale gegen Deutschland und wurde nach einem 2:3 im Spiel um Platz drei gegen die Türkei sensationeller WM-Vierter. Afrikanische Mannschaften kamen bisher bestenfalls ins Viertelfinale einer Endrunde.

Schon gewusst?

Da Katar die Weltmeisterschaft 2022 ausrichtet, ist Ozeanien nun der letzte Erdteil bzw. Kulturkreis, der noch keine WM-Endrunde veranstaltete. Die WM in Katar ist das erste Turnier im Nahen Osten, nachdem 1994 erstmalig in den USA gespielt wurde, 2002 die erste Asien-WM in Japan und Südkorea stattfand und 2010 in Südafrika und damit erstmals in Afrika gespielt wurde.

Das WM-Spiel mit den meisten Stadionzusehern fand im Jahr 1950 statt, als beim Spiel zwischen Gastgeber Brasilien und Uruguay unglaubliche 173.850 Zuschauer ins Maracana zu Rio de Janeiro pilgerten. Brasilien verlor das Finale überraschend mit 1:2. Heute sind im einst größten Fußballstadion der Welt nur noch 78.838 Zuschauer zugelassen. Auch bei den beiden Weltmeisterschaften in Mexiko – 1970 und 1986 – gab es Spiele, bei denen über 100.000 Zuschauer im Stadion waren.

Brasilien ist die einzige Mannschaft, die an jeder WM-Endrunde teilnahm. Die Südamerikaner kommen auf 21 Teilnahmen und sind in Katar zum 22.Mal mit von der Partie. Es folgen Deutschland mit 19 Teilnahmen, sowie Italien mit 18 und Argentinien mit 17. Die meisten Top-4-Platzierungen hat allerdings Deutschland: Unsere Nachbarn kamen 13-mal unter die besten vier Teams der WM, während Brasilien dieses Kunststück nur elfmal vollbrachte.

Gesamteinsatz:
Gesamtquote:
Gesamtquote
Möglicher Gewinn: